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Jünglinge, welche ſie kannten, fielen auf ſie und weckten in ihrem Buſen Gefühle der Liebe. Ich ſliege über dieſe unerheblichen Bewerbungen hinweg, welche wegen des Beſitzes ihrer Hand an ſie gerichtet wurden, und erwähne nur die Bemühungen eines jungen Grafen, welche nachher die Quelle des Unglücks wurden, was uns von Stunde an verfolgte. Täglich machte ſich der junge Graf Gewerbe, in unſer Haus zu kommen, wozu das Geſchäft meines Pflegevaters, welcher ein Uhrmacher war, Gelegenheit genug an die Hand gab. Indeß hatte das un⸗ befangene Herz bereits gewählt, noch ehe ſie es ſelbſt wußte, und ihre Zuneigung er⸗ hielt ein gewiſſer Student, den meine Schwe⸗ ſter einſt auf einem Balle kennen gelernt
hatte. Sie geſtand mir dieſes ſpäter, da
der junge Mann jedoch plötzlich aus der Stadt verſchwunden war, ſo konnte ſie mir nur ſeine Geſtalt beſchreiben, ihn lbſt aber
ſe lernte ich nicht kennen. Obgleich die Be⸗
kanntſchaft mit dem jungen Studenten nur oberflächlich war, ſo blieb doch ſein Bild
treu in ihrem Herzen verwahrt, und ſie dachte ſeiner ſtets mit glühender Liebe Inzwi⸗
ſchen kam der junge Graf täglich, ohne durch
ſeine Bewerbungen nur die geringſte Zu⸗
neigung meiner Schweſter zu erhalten⸗
er endiich ſah, daß er nichts gewann, ver⸗
wandelte ſich ſeine Liebe in Haß, und ſchreck⸗
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