——
—.———
ſchrecklichen Tyrannei zu, und es erwachte
in uns der Gedanke, uns durch Flucht aus unſerer traurigen Lage zu befreien. Ueber die früheren Verhältniſſe meiner Mutter und meines Vaters, deſſen Daſein wir nur ah⸗ neten, aber nie etwas davon gehört hatten, hörte ich in dem Hauſe meiner Pflegeel⸗ tern, was mich ſchon damals nicht wenig ergriff. Eines Tages, als wir uns gllein zu Hauſe befanden, packten wir in der Haſt etwas Wäſche zuſammen, und als wit un⸗ ſere Sonntagskleidung angelegt hatten, wan⸗ derten wir davon. Ich übergehe die Be⸗ ſchreibung unſerer nichts weniger als an⸗ genehmen Reiſe, und ſage nur, daß wir uns nach Ungarn begaben, und in Erlau bei einer redlichen Familie ein freundliches Un⸗ terkommen fanden. Dieſe braven Menſchen, obgleich nur einfache Bürgersleute, wandten Alles an, unſere wiſſenſchaftliche Bildung zu vollenden. Den eigentlichen Namen, wel⸗ ben mes Mutter geführt hatte, verſchwie ich und nahm dafür den Namen dieſer Red⸗ lichen an, welche wie brave Eltern an uns handelten. Ich erreichte ſo mein achzehn⸗ tes Jahr, und war ſoweit in meinen Kennt⸗ niſſen, daß ich die Akademie mit Nutzen be ziehen konnte, welche in Erlau im beſten Flore war. Meine liebe Schweſter war in ihrem ſechszehnten Jahre eine vollendeie Schönhſit geworden und alle Blic der S und Apollonia. II.


