Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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1572

Nein, Mutter, der Traum iſt zu Ende, und je eher wir nach Rom reiſen, deſto beſſer iſt es für mich. So lange ich hier bin, kann ich die zu Grabe getragenen Hoffnungen nicht ver⸗ geſſen.

Der Mann, der Dich belridigte, iſt todt, er war nicht der Vater der Baroneſſe.

Was ändert das? Hat nicht Baroneſſe Klara ſchweigend die Beleidigung gebilligt?

Nein.

Und ich ſage: ja!

Haſt Du ſchon vergeſſen, daß Klara mir jenen Vorfall in einem ganz anderen Lichte darſtellte? Und hat nicht Baroneſſe Cäcilie bei ihrem letzten Beſuch

Meine liebe Mutter, Cäcilie denkt nur noch an ihr eignes Glück, unterhrach Willy ſie, während er ſeine Arbeit wieder aufnahm.Ich will ihr daraus keinen Vorwurf machen, Egoiſten ſind wir alle mehr oder weniger, und ein großes Glück macht den Menſchen nur noch ſelſtſüchtiger.

Du thuſt ihr Unrecht

Gewiß nicht Unrecht wäre es, wenn ich ihr einen Voewurf machen wollte, aber das thue ich nicht.

Und Herr von Fukenberg

Ich weiß, daß die Beiden ſich freuen würden, mich glücklich zu ſehen, aber dus iſt auch Alles. Ich war geſtern Abend bei

Nun? Herrſcht noch Frieden in dem Hauſe?

Glaubſt Du nicht an feine Beſtänbigkeit?

Nicht zuverſichtlich. Der alte Verwalter

Er iſt ſo zahm wie eine Taube.

Dann hat er ſeine Natur geändert!

Bah, er muß, wie ſeine Kinder wollen, und er fügt ſich gut⸗ willig, erwiderte Willy.Zuweilen wurmt es ihn wohl, daß man ihm den früheren Poſten nicht wieder anvertraut hat, aber im Augenblick darauf meint er, es ſei beſſer ſo, und ich glaub's auch. Er hat kein reines Gewiſſen. Frau Magdalene blickte ge⸗ dankenvoll auf das Gemälde, jedem Pinſelſtrich mit Intereſſe folgend.

Mag er das mit ſich ſelbſt ausmachen, ſagte ſie,wir ha⸗

Helmut

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Und damals