Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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lel. Nau

F 8

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wirſt mein Geheimaiß nicht derrathen, wenn auch nicht mei et⸗ wegen, dann doch aus Rückſicht auf Tante Adelaide

Nein auch Deinetwegen!

So hätte ich Deine Achtung wirklich nicht verſcherzt?

Haſt Du jemals gedacht, daß dies möglich ſein könne?

Ich danke Dir, ſagte der Baron, erleichternd aufathmend. Und was Du nun thun willſt, mein liehes Kind, das ſtelle ich Dir allein anheim. Ich kunn Dir nicht rathen, Dein eignes Herz muß es thun. Und das Herz muß Dir auch ſagen, daß Du ſein Geück nicht thörichten Vorurtheilen opfern darfſt; wie auch Andere darüber urtheilen mögen, gehe Du auf Dein eigenes Urtheil. Das Malorat bleibt Dir, Klara

Reden wir darüber jetzt nicht Onkel! bat die Baro⸗ neſſe, indem ſie den Druck ſeiner Hand erwiederte.Du kennſt meine Anſichten. ſo lange Du lebſt, ſollſt Du unter dieſem Dache bleiben.

Er nickte ihr zu, und völlig verwirrt verließ Klara ihn, unfähig, einen klaren und beſtimmten Gedanken zu faſſen.

In derſelben Stunde ſaß Willy vor ſeiner Staffelei, und ſinnend ruhte ſein Blick auf dem Gemälde, welches faſt der Vollendung nahe war.

Frau Magdalena ſtand hinter ſeinem Stuhl und ſlützte ſich leicht auf die Lehne desſelben.

In acht Tagen Mutter, ſagte er.

Und Du willſt nicht warten, bis dieſes Bild verkauft iſt? fragte ſe

Wozu? Glaubſt Du, daß es jemals anders wünde, wie es jetzt iſt?

Wer kann es wiſſen?

Bah, zwiſchen mir und jener Familie iſt das Tiſchtuch für immer zerſchnitten, und es iſt nicht meins Schuld, daß es ſo ge⸗ kommen iſt.

Frau Magdalena wiegte mißbilligend das Haupt, zwiſchen ihren Brauen zeigte ſich eine leichte Falte.

Es iſt nicht Deine Schuld, erwiederte ſie, den Blick träu, meriſch in die Ferne richtend,aber ſollteſt Pu drum nicht nach⸗ geben und verzeihen dürfen?

Hat man meine Verzeihung gefordert? fragte Willy bitter.