Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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beipflichten, und da Cäcilie und Herr ven Falkenberg mit dem Maler ſehr befreundet find, ſo wäre auch von dieſer Seite die vollſte Zuſtimmung zu erwarten.

Klara hatte den Blick wieder geſenkt, die Worte des Onkels verwirrten ſie mehr und mehr.

Es iſt nicht das allein, daß er aus bürgerlichem Stand iſt, ſagte ſie leiſe, noch ein anderer Vorwurf wirb ihm gemacht

Und hoſt Du nicht ſelbſt derzeit dieſen Vorwurf zurückge⸗

wieſen? fragte Baron Udo raſch.

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Ich für meine Perſon werde ihn gewiß niemals als be⸗ rechtigt anerkennen, aber

Und wenn Du dies nicht thuſt, was kümmert es Dich, wie Andere darüber urtheilen?

Onkel, Deine Worte befremden mich.

Weil Du Dich erinnerſt, daß ich früher anders darüber geurtheilt habe, nicht wahr?

So iſt es.

Und konnte ich denn ein richtiges Urtheil fällen, ehe ich den Maler kannte?

Nein, aber ich glaube, Du kennſt ihn auch jetzt noch nicht, erwiederte Klara, in deren Zügen eine erwartungsvolle Spannung log.

Er hat die Leiche Bruno's hierher gebracht, und es war meine Pflicht hinzugehen, um ihm zu danken, ſagte der Baron.

Meine liebe Klara, zarf ich Dir ein Geheimniß anvertrauen? Darf ich jetzt darauf bauen, daß Da es in Dein Herz ver⸗ ſchließen und Niemandem verrathen wirſt?

Ein Geheimniß? antwortete Klara heſtürtzt.

Wen betrifft es?

Den Maler.

Sprich, ich werde nie eine Silbe verrathen.

Niemandem, hörſt Du? ſagte Baron Udo ernſt.

Auch ihm ſelbſt nicht?

Er kennt es. Aber Tante Adelalde darf es nie erfahren. Es iſt das eimige Geheimniß, welches zwiſchen ihr und mir be⸗ teht.

6 werde ſchweigen, Onkel. Der Baſtard. 99