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Der Baron ſah den lauernden Blick nicht, der ſtechend auf ihm ruhte, ganz mit den Beſorgniſſen be ſchäftigt, die ſeine Seele folterten ſchaute er finſter vor ſich hin.
„Natürlich iſt Jeder ſich ſelbſt der Nächſte,“ einer Pauſe fort,„aber es war doch eine Euch mußte ja der erſte Verdacht fallen.“
„Auf mich?“ Thorheit!“
Freilich, Ihr wart der Majoratsherr, und der rothe Franz ein vagabundirender Wilddieb, und Ihr hattet es jedenfalls ſchlau angelegt, um den Verdacht auf ihn zu lenken, aber—“
„Das war gar nicht nöthig; der Verdacht mußte auf dieſen Burſchen fallen!“
„Aber Ihr habt das Eurige dazu gethan.“
Bncket blickte den Baron ſcharf an, aber dieſer Blick konnte dem letzteren kein Mißtrauen einflößen, es lag eher Genugthuung und Bewunderung, als lauerndes Forſchen darin.
„Na, wie es 6 geweſen ſein mag, jedenfalls habt Ihr Fure Sache gut gemacht,“ ſagte er.„Mich wundert nur, daß der Wild⸗ dieb nicht ſelbſt Ver gegen Euch geſchöpft und dieſen Ver⸗
dacht hat.— Freilich, ihm würde das wenig ge⸗ holfen haben,“ fuhr er fort,„aber er hätte Euch doch Unannehm⸗ lichkeiten bereitet!“
Der Majoratsherr zuckte die Achſeln, er hatte noch immer keine Ahnung bavon, daß dieſer Mann ihm nur auf den Zahn fühlen, ihn zu einem vollen Geſtändniß ſeiner Verbrechen be⸗
wegen wolte.
„Der Florian Bender hätte es beſſer haben können,“ erwi⸗ derte, er.„Seine mußten mich reizen, und er konnte vorausſehen, daß ich ſie mir nicht gefallen la ſſe n würde. Wenn man gefährliche Geheimniſſe beſitzt, ſoll man ſeine Zunge doppelt hüten. Bender aber trotzte darauf und glaubte mich einſchüchtern zu können.“
„Gerabe ſo habe ich mir's auch gedacht,“ nickte Bucket.
„Und wenn wird, einen gefährlichen Gegner zu beſeitigen, ſo iſt man nicht wähleriſch in den Mitteln, man darf es nicht ſein.“
„Sehr richtig! Mit dem alten Profeſſor habt Ihr leichteres Spiel gehabt.“


