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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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— 1539—

wanderte lange auf und nieber, um ſeiner Erregung Herr zu werden.

„Und was wir auch thun mögen,“ anwortete er,„dem Spott derjenigen, die uns bisher beneideten, werden wir nicht entgehen.“

„Freilich nicht, aber—“

„Wir können ihm die Spitze abbrechen,“ fuhr der Bankier fort,„und was in dieſer Beziehung geſchehen kann, das werden wir ſicherlich thun. Schreibe ſofort an den Baron einen Brief, in welchem Du bie Verlobung aufſagſt.“

„Unter welchem Vorwande?“

„Muß ein ſolcher Btief Gründe enthaltea?“

„Gewiß, mein Kind.“

„Ich glaube, es iſt unnöthig. Ich werde ihm ſchreiben, die Gründe könne er ſelbſt errathen, wenn er ſie aber wiſſen wollte ſo möge er ſich an Dich wenden.“

„Gut, die Möglichkeit, daß er ſich deshalö an mich wenden wird,„haben wir nicht zu befürchten.“

„Wann ſoll der Brief abgehen?“

„Heute Abend noch.“

„Und wenn er nun nicht verhaftet würde?“

„Die gegen ihn vorliegenden Beweiſe ſind überzeugend!“

„Hm, ich weiß nicht, ob die Sache dennoch nicht ihre Bedenken hat,“ fragte Roſa nachdenklich;„es können Scheinbeweiſe ſein, und dann haben wir uns nicht nur compromitirt, ſondern auch bedeu⸗ tende Vortheile verſcherzt, die uns vielleicht nie mehr geboten werben.“

„Glaubſt Du denn, doß ich daran nicht auch gedacht habe?“ erwiederte ber Bankier, indem er ſtehen blieb und ſeine ſchöne, ſtolze Tochter forſchend anſah.„Wenn es Scheinbeweiſe wären, oder nur die Möglichkeit vorläge, daß ſie es ſein könnten, ſo würde ich Dich gewiß nicht zu dieſem Schritt veranlaſſen.“

„Und was ſoll weiter geſchehen?“

„Ich werbe morgen öffentlich in der Zeitung die Vorlobung aufheben.“

„Iſt das wirklich rath

„Weshalb nicht?“ ſam gemacht.“ 97*

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