Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
Einzelbild herunterladen

— 1538—

es thun um jeden Preis,“ fuhr Klara fort,„er hat na dem, was auf ihm ruht, ſo ſchwer zu tragen—“

Verzeihen Sie gnädiges Fräulein,“ fiel der corpulente Herr ihr ins Wort.„Ich kann nicht recht glauhen, daß dieſe Entdeck⸗ ung ihm ſo großen Kummer bereiten wird, im Gegentheil, es muß ihm zur Genugthuung gereichen, daß der Betrüger entlarvt und das Majoratsgut dem rechtmäßigen Eigenthümer zurückgege⸗

ben wird.“

„Glauben Sie, das er daran denken wird?“

„Gewiß, die Vortheile dieſer Enthüllungen werden ihm ſofort einleuchten!“

„Der Verluſt ſeines einzigen Sohnes—“

„Dieſe Enthüllungen werden ihn ſo ſehr beſchäftigen, daß er über den Verluſt leichter hinweg gehen wird. Bereiten Sie ihn darsuf vor, damit er nicht zu ſehr überraſcht wird, Sie werden ſich überzeugen, daß Ihre Mittheilungen einen anderen Eindruck auf ihn machen, als den, welchen Sie befürchteten.“

„Das glaube ich auch,“ ſagte Roſa, die ihre Faſſung um ſo raſcher wiebergefunden hatte, weil ſie auf dieſe Entdeckungen vorbereitet geweſen war.„Wenn er erfährt, daß der Mann, der ſich in ſein Vertrauen eingeſchlichen, ihn betrogen und beleidigt hat, ein Abentheurer iſt, ſo wird er ſich mit ganzer Seele der Entlarvung des Betrügers widmen und nicht ruhen, bis derſelbe ſeine gerechte Strafe erhalten hat.“

Baroneſſe Klara ſchüttelte den Kopf, ſie kannte den offenen, ehren feſten Character Onkel Udo's beſſer, ſie wußte, daß ihm nichts ſo ſebr zuwider war, als ein Eclat, der jeder müßigen Zunge erlaubte, ſeinen Namen in den Staub zu ziehen.

Was ſie thun wollte, wußte ſie ſelbſt noch nicht, als ſie Ab⸗ ſchied nahm, und in ſeiner Verwirrung dachte der Bankier nicht daran, ihr Verſchwiegenheit anzuempfehlen.

Roſa blieb mit ihrem Vater, nachdem er die Baroneſſe bis zur Hausthüre begleitet und Klara jede weitere Begleitung ab⸗ gelehnt hatte, allein.

„Was ſoll nun geſchehen?“ fragte ſie,„Müſſen wir dieſe ganze Schmach ſchweigend über uns ergehen laſſen?“

Der corpulente Herr legte die Hände auf den Rücken und

berjenigen⸗

Vir jort,„und nit ſcherl

Gründe ki ſo möge „Gut, wird,„hel „Want „Helte „Und „Die „Hmn, fragte J dann heb tende Vo werben.“ „Gla erwiederte ſtolze Toc

oder nur

„Und „Iſt

„Wesh