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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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1217 S

Landau erinnere, der bamals ſo plötzlich Wien verließ, verlaſſen

mußte, weil er bei folſchem Spiel ertappt worden war?

Daran wundert mich nur, daß man ihn nicht feſtgehalten hat, ſpottete der Baron.

Alſo iſt Ihnen auch das gleichgültig?

Vollkommen.

Noch Eins, mein Freund, tragen Sie noch auf dem Arme die breite Narbe aus der Kindbeit?

Das Geſicht des Majoratsherrn war fahl geworden, es zeigte einen verzerrten Ausdruck, vor dem ſich Madame Winkel erſchrack.

Was ſoll dieſe Frage? fuhr er auf.

Nichts. Ich erinnerte mich jener Narbe

Und nun denken Sie, ich werde Ihnen den Gefallen thun und ſofort den Arm entblößen, um Ihnen die Narbe zu zeigen?

Ich denke gar nichts, erwiderte die Schauſpielerin.Ich wollte Sie aber darauf aufmerkſam machen, daß meine Erinne⸗ rungen nicht ſo werthlos find, wie Sie behaupten.

Und in welcher Weiſe glauben Sie, dieſe Erinnerungen ver⸗ werthen zu können?

Der ſtechende Blick des Majoratsherrn ruhte lauernd auf der hübſchen Frau, die nichts ſehnlicher wünſchte, als daß ihr Gaſt, den ſie fürchtete, ſich entfernen möge.

Ich weiß das noch nicht, erwiderte ſie,wenn ich einmal ernſtlich⸗ darüber nachdenke, werde ich wohl auch Klarheit über dieſen Punkt erhalten.

Sie würden alſo in dieſem Falle ſich mit meinen Gegnern verbünden?

Habe ich das geſagt?

Es lag in ihren Worten.

So wollen wir annehmen, ich hätte es geſagt, entgegnete Madame Winkel, die blitzenden Augen feſt und voll auf den

Baron richtend.Wenn ich eine Waare beſitze, die ich verkauf er

will, ſo verkaufe ich ſie demjenigen, der mir das Meiſte dafür bietet. Das werden Sie natürlich und vernünftig finden, Jeder iſt auf ſein eignes Intereſſe bedacht. Der Baron hatte die Brauen finſter zuſammengezogen und a8 den halbgeſchloſſenen Augen traf ein tückiſcher Blick die er Baſtard. 77

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