Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Was wollen Sie? Jedermann weiß, daß Sie mit der Toch⸗ ter des Bankiers Becker verlobt ſind, und Jedermann weiß auch, daß Becker ein Millionär iſt, da iſt es natürlich, daß man Ver⸗ muthungen äuß rt und ſich nach der Höhe der Mitgift erkundigt.

Der Baron ließ ſeinen Blick durch das Zimmer ſchweifen, bis er auf dem Glasſchrank ruhen blicb.

Wenn ich früher zu Ihnen kam, fand ich ſtete eine Flaſche Sekt'n Eis, ſagte er ſcherzend.

Ich bin leider nicht mehr in den Berhältniſſen

Haben Sie gar nichts Trinkbares im Hauſel⸗

Eine Flaſche Wein

Nur immer heraus damit, ich habe Durſt.

Die Schauſpielerin erhob ſich, ein ſeltſamer Zug umzuckte die ſchmalen Lippen.

Es iſt nicht die Sorte, die Sie zu trinken gewohnt find, ſagte ſie.

Bah, ich habe drüben noch ganz andre Flüſſigkeiten getrun⸗ ken, erwiderte der Baron achſeſzuckend,Wenn man Durſt hat, iſt man nicht wähleriſch.

Madame Winkel holte die Flaſche und ein Glas und ſtellte beides vor den Majoratsherrn.

Wollen Sie nicht mit mir trinken? fragte der Baron.

Ich danke.

Unſinn, Sie werden mich doch nicht beleidigen wollen?

Ich liebe den Wein nicht.

Iſt Ihnen bieſer Stoff zu ſauer?

Das nicht aber

Dann holen Sie ein Glas, Florentine, ich laſſe keine Ent⸗ ſchuldigung gelten. Wir wollen auf die alte Freundſchaft an⸗ ſtoßen.

Die Schauſpielerin konnte ſich nicht länger weigern, wenn ſie den Baron nicht ernſtlich beleidigen wollte, zumal es ihr eig⸗ ner Wein war, ſie holte zögernd ein zweites Glas, welches der Mejoratsherr füllte.

Ich ſpreche die Hoffnug aus, daß Sie mich ſtets als Ihren Freund betrachten werden, ſagte er, indem er ihr ſein Glas hinhielt. um mit ihr anzuſtoßen. Wenn auch die früheren Be⸗