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„Ich weiß, was Sie ſagen wollen,“ ſuhr der Majoratsherr fort, der jetzt den fuüheren vertraulichen Ton wieder fallen ließ. „Verzeihen Sie, wenn ich Sie betäubt habe, es lag wirklich nicht in meiner Abſicht.“ 5
„Und ich habe Ihnen anh keine Urſache dazu gegeben.“
„Ich könnte dieſe Behauptung beſteriten, Florentine.„Ich könnte Ihnen erwidern, Sie wären mir mit einem deutlich aus⸗ geſprochenen Mißtrauen entgegen gekommen, mit einem Miß⸗ trauen, welches mich tief verletzt habe.“
„Das iſt ein Irrthum, Herr Baron!“
„Keineswegs. In welcher Abſicht legten Sie mir die beiden Porträts vor?“
„Um Sie an die damalige Zeit zu erinnern.“
„Nicht doch, um mir z zeigen, daß ich mit einem andern Manne eine frappente Aehnlichkeit habe, und daß ich ebenſowohl vieſer andre Mann ſein könne. Wenn Sie das beſtreiten wollen, Florentine, ſo ſprechen Sie gegen Ihre Ueberzeugung. Sie haben abſichtlich mich dieſem Manne verwechſelt, um mich aufs Glatteis zu führen, und als ich mich vickt in Verſuchung führen ließ, ſchlugen Sie einen andern Ton an.“
Modame Winkel ſchwieg, ſie ſaß ihm gegenüber und blickte ihn an, als ob ſie ihn auffordern wolle, in ſeinen Mittheilungen fort⸗ zufahren.
„Sie verlangten von mir ein⸗ gewiſſe Summe, Florentine wenn ich ſie zahlte, wollten Sie meine Freundin ſein—“
„Sie boten mir dieſe Freundſchaft an!“
„Vielleicht, aber wir wollen auch über dieſen Punkt nicht ſtreiten, halten wir uns an die Thatſachen! Weshalb ſollen wir nicht Freunde bleiben, da wir es doch früher in ſo hohem Grade waren?“
„Dieſer Anſicht pflichte ich bei!“
„Und ich meine, es ſei kein Anlaß vorhanden, deshalb ein Opfer von mir zu ſordern—“
„Keineswegs, Herr Baron, aber ich glaube Ihnen geſagt zu haben, daß ich derzeit aus freien Stücken Ihnen ein Opfer brachte.“
„Ich weiß das zu würdigen—
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