Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Nun, denn erlauben Sie mir, daß ich mich niederlaſſe, ſagte der Baron, während Madame Winkel mit zitternder Hand die Lamve anzündete.Sie ſehen, ich erinnere mich noch immer unſerer alten Freundſchaſt, und doch warſen Sie mir vor, ich habe ſie völlig vergeſſen. Es war eine ſchöne Zeit, nicht wahr?

Die hübſche Frau ſah ihn erſtaunt an. Was bewog ihn zu di ſer Freundlichkeit?

Und was het Ihr Gedächtniß ſo plötzlich geſchärft? fragte

ſie mit leiſem Spott.

Sie ſcherzen, Florentine! Haben Sie es vordem ſtumpf ge⸗ funden?

Hm, Sie ſcheinen Manches vergeſſen zu haben

Das läßt ſich begreifen. Ich habe inzwiſchen ſo viel erlebt, daß die früheren Ereigniſſe nur noch dunkel mir vorſchweben.

Ereigniſſe, die Niemand vergeſſen kann?

Wir wollen darüber nicht ſtreiten, ſagte der Barvn, wäh⸗ rend er jede Bewegung der hübſchen Frau verfolgte. Das Ihnen jene Ereigniſſe unvergeßlich ſind, glaube ich gerne, Ihr ſpäteres Leben war ja ſo einförmig

Nicht ſo einförmig, wie Sie glauben!

Bah, was ſollen Sie erlebt haben? Sie haben geheirathet, und Ihr Mann iſt geſto ben, dann ſind ſie vom Theoter ab⸗ gegangen und

Uud Sie glauben, das Alles habe nicht den leiſeſten Ein⸗ druck auf mich zemacht? unterbrach die Schauſpielerin ihn, wäh⸗ rend die blitz iden Augen ſich feſt auf ihn hefteten.Sie wiſſen nicht, wie ſehr das Herz an den Brettern häage wenn min ſo

lange Jahre ſie als ſeine Heimath betrachtete, Sie wiſſen nicht,

wie ſchwer die Trennung wird

Ich bitte Sie, Florentine, ſo ſchwer konnte Ihnen die Tren⸗ nung nicht fallen, ſagte der Majoratsherr icouiſch. Ich will nicht beſtreiten, daß Sie einige Erfolge zu verzeichnen hatten, aber im Großen und Ganzen waren Sie doch kein Stern erſter Größe.

Habe ich je heh uptet, das ich es geweſen ſei?

Das ſage ich nicht, fuhr der Baron achſelzuckend fort, ohne den züruenden Blick der hüdſchen Frau zu beachten,ich meine