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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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und daß Drohungen ohne Beweiſe ihm gegenüber ohnmähtig ſind.

Vortrefflich geſprochen, ſcherzte Johann,aber man darf wohl auch berückſichtigen, daß dieſer Betrüger ein böſes Gewiſſen hat

Eben deshalb wird er um ſo esergiſcher Trotz bieten!

Trotz? Im erſten Augenblick vielleicht, aber wen⸗ er ſpäter ernſt darüber nachdenkt, macht die Angſt ſich doch geltend!

Wir werden ſehen!

Und wir wollen es ruhig abwarten. Wenn unſre Pläne zu Waſſer werden, dann ergreifen wir etwas endres. Wir wer⸗ den ſchon zurchkommen, Florentine, die Hauptſache iſt: Feſthalten und den Muth nicht verlieren.

Und wann ſehe ich Dich wieder? fragte die Schauſpielerin.

Sobald ich eine freie Stunde habe, vielleicht morgen. Und nun Adieu!

Madame Florentine Winkel ſtand noch lange, nachdem ihr Verlobter ſie verlaſſen hatte, am Fenſter und blickte gedankenvoll in die Abenddämmerung hinsus.

Ihr Herz hatte keinen Antheil an dieſer Verlobung, aber dennoch fühlte ſie eine inners Zufriedenheit darüber, daß dieſer Schritt geſchehen war.

Sie vertraute auf die rechtlich Geſtanung Johann's und ſelbſt wenn auch ſeine Pläne in Bezug auf den Majoratsherrn miß⸗ glückten, ſo konnte er, der thafkräſtige, fleißige Mann immerhin auf anderen Wegen ſeine und ihre Zukunſt ſicher zu ſtellen ſuchen, und die Zinſen ihres eignen Vermögens halfen dann mit, dieſe Exi⸗ ſtenz angenehm zu machen.

Sie waren beide noch nicht alt, ſie waren geſund und rüſtig, weshalb ſollten ſie nicht, wie Andere, das Leben genießen?

Die Schatten des Abends wurden immer dichter, und eben wollte die Schauſpielerin die Lampe anzünden, als die Thüre leiſe geöffnet wurde und eine dunkle Geſtalt in das Zimmer trat.

Wer iſt da? rieß jie erſchreckt.

Ich bin's, erwiderte die Stimme des Majoratsherrn,ſind Sie allein?

Jawohl, aber

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