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Madame Florentine Winkel war in Nachdenken ver ſunken, ſie ſchien ſich nicht ſo leicht über die Gefahren hinwegzuſetzen, die Johann, wie er behauptete, nicht fürchtete.
„Und wenn er wieder hieher kommen ſollte, was ſoll ich ihm ſagen? brach ſie endlich das Schweigen.„Er hat mich gefragt, ob ich ein Bündniß mit ihm ſchließen wolle, er hat mir dafür ein Geſchenk angeboten—“
„Pah, ein Almoſen!“ unterbrach Johann ſie, den dieſe Nach⸗ richt ſehr unangenehm zu berühren ſchien.
„Tauſend Thaler.“
„Ein Bektelpfennig für den Majorateherrn von Oſthofen. Ich wiſl das nicht Florentine, ich würde niemals zu einem ſolchen Bündniß meine Zuſtimmung geben.“
„Regt ſich ſchon Deine Eiferſucht?“ fragte die Schauſpielerin ſcherzend
„Und habe ich jetzt nicht ein Recht, eiferſüchtig zu ſein? Wenn
Du von mir Treue verlangſt. darf ich nicht daſſelbe von Dir verlangen?“
„So beruhige Dich doch, ich denle wirklich nicht daran, das frühere Verhältniß mit jenem Manne wieder anzuknüpfen.“
„Wenn Du es thäteſt—“
„Unſinn! Das Bündniß ſollte nur zum Schutz und Trutz ge⸗ ſchloſſen werden. Er wollte ſich meine Verſchwiegenheit ſichern, das wor Alles.“
„Und dafür bot er dieſe lunpige Summe?“
„Nur allein dafür.“
„Er hat Dir auch Bedenkzeit gegeben?“
„Er wird wiſſen wollen, woran er iſt,“ ſagte Mad mne Win⸗ kel„und ich werde mich genöthigt ſehen, ihm eine defin tive Ant⸗ wort zu geben. Vielleicht bietet er mir eine höhere Summe, es wäre möglich—“
„Gibt er Dir zwanzigtauſend Thaler, ſo greife zu“ erwiderte Johann ich verpflichte mich dann auch, zu ſchweiger, ober unter
dieſem Preiſe thun wir es nicht. Wir haben einmal das Kreuz in der Hand und wollen uns nun auch ſegnen, es handelt ſich hier um unſre eigne Zukunft!“ „Soll ich dieſe Summe von ihm fordern?“ „Wenn die Gelegenheit dazu ſich bietet, weshalb nicht 7*
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