Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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werden, fuhr Johann fort,wir dürfen dieſen Zeitpunkt nicht verſäumen.

Und wenn er ſich nicht einſchüchtern läßt und Beweiſe fordert?

Dann brohe ich ibm ich wollte zu dem Bankier gehen und ihm Alles mittheilen, und der Bankier werde daraufhin den Be⸗ weis fordern, daß er wirklich der verſchollene Maj ratsherr von Oſthofen ſei.

e dieſe Forderung nicht lächerlich?

Keineswegs; er kann den Beweis liefern, wenn er auf den rechte Obererm eine breite Narbe trägt. Fehlt dieſe Narbe, ſo iſt er auch nicht der Baron Edmund von Oſthofen.

Könnteſt Du Dich nicht erſt ü erzeugen, ob die Narbe vor⸗ handen iſt?

Ich will ſehen, was ich thun kann. Ich für meine Perſon bin überze igt daß die Narbe fehlt.

Das glaube ich auch, ſagte bie Schauſpielerin lebhaft, wäh⸗ rend ſie das Album aus dem Schranke holte und die beiden Por⸗ träts heraus nahm.Ihh habe ihm geſtern vieſe Zeichnungen vorgelegt

Und was ſagte er dazu?

Er wollte ſie als Geſchenk von mir fordern.

Als Geſchenk? ſpottete Johann.

Jowohl, aber ich erwiederte darauf, ich wolle ſie ihm ver⸗ kaufen.

Und er ging darauf ein?

Er wäre darauf eingegangen wenn ich nicht einen zu hohen Preis gefordert hätte. Ich habe ihm Bedenkzeit gegeben und glaube noch einmal, daß er den Hudel obſchließen wird, denn ihm iiegt zu viel baran, raß die Zeichnungen picht in andre Hände kommen.

Wie viel haſt Du gefordert?

Zehntauſend Thaler für jedes Portrait.

Bravo! ſagte Johanu.Dieſe Forderung war nicht zu hoch, aber ich glaube, wenn er die Hälfte bietet, ſo kannſt Du das Gebot annehmen! An den Poträts liegt weiter nichts, wir können durch ſi⸗ nichts beweiſen