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Er werf ſeine Mütze auf den Tiſch und ſich ſelbſt auf einen Stuhl und blickte ſie erwartungsvoll an.
„Er war hier?“ fragte er.
„Geſtern,“ erwiderte die hübſche Frau lächelnd.„Hat er Ihnen eine Botſchaft an mich gegeben?“
„Bewahre, er hat mich nur beauftragt, Erkundigungen über Sie einzuzieh n.“
„Wozu das“
„Er will wiſſen, wie und wovon Sie leben, mit wem Sie verkehren— kurz, er will ſo genau wie möglich über Sie unter⸗ richtet ſein.“
Madame Winkel ſchüttelte den Kopf, ein finſtrer Schatten glit über ihre Stirne.
„Nütüörlich ſoll ich Ihnen ſelbſt ſern bleiben,“ fuhr Johann fort,„er fürchtet Sie, er ſucht offenbar eine ſchwache Seite, an
der er Sie faſſen kann.“
„Er wird ſie nicht finden.“ „Und wenn er ſie fände, ſo wäte auch nickts weiter dabei, ſchöne Frau, wir haben beſſere Waffen.“ „Beſſere?“ fragte Madame Winkel raſch.„Haben Sie Ent⸗ deckungen gemacht, die uns ſolche Waffen liefern?“ „Noch nicht, aber ich bin auf dem beſten Wege. Welchen Ein⸗ druck hat er geſtern auf Sie gemacht?“ Die ehemalige Schauſpielerin blickte eine Weile ſinnend vor ſich hin, dann heſtete ſie plötzlich ven Blick ernſt und voll auf das Geſficht des Reitknechts. „Wenn ich mit Sicherheit darauf vertrauen dürfte, daß Sie mich nicht betrügen werden—“ „Florentine,— darf ich Sie ſo nennen? darf ich—“ „Mein Freund, Sie wiſſen, daß ich eine alte Frau bin und—“ „Sagen Sie das nicht,“ erwiderte Johann raſch,„Sie ſind
jünger, als ich, und es wäre in Bezug auf das Alter das rich⸗ 3
ige Verhältniß. Was ſagen Sie dazu? Wir gründen eine Re⸗ auration oder einen Gaſthof, je nachdem es die Mittel rlauben.“
„Wenn wir überhaupt die Mittel erhalten,“ ſagte Madame Winkel, ohne ihm ihre Hand zu entziehen, die er erfaßt hatte.
„Wir werden ſie erhalten.“
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