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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 4. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Es iſt wenigſtens gut, daß Ihr das bezeugen könnt

Ich werde nie die Unwahrheit ſagen! 3

detBah, Ihr richtet Euch in Allem, was Ihr thut, nach Eurem* eigenen Intereſſe!

Und ich glaube, das thut Jeder. Ihr wißt jetzt wo ich

aher wohne, Johann, alſo wißt Ihr auch, wo Ihr mich finden könnt, vrr⸗ wenn Ihr mir etwas zu ſagen habt.

1Werd' daran denken, nickte der Reitknecht, der ſich iazwi⸗ prcht ſchen der Thüre genähert hatte,ich glaub' aber daß aus e dem Bündniß was wird.

Damit ging er hinaus, das Geſpräch hatte eine Wendung

genommen, die ihm unangenehm war. nſe Was kümmerte denn ihn der Tod Auerbachs?

Er war nicht dabei geweſen, als der Baron den alten Mann

niederritt, er wußte überhaupt nicht, wie die Sache ſich zuge⸗ i tragen hatte, und er wollte auch nichts davon wiſſen; der Ma⸗ bahei joratsherr mochte ſelbſt zuſehen, wie er ſich aus der Klemme S befreite!

4 Wenn der Baron leugnete, ſo gewann Johann dadurch eine 14 mächlige Waffe gegen ihn, und wenn er die That eingeſtand, ſo war er auch allein dafür verantwortlich.

Der Reitknecht ſchlug den Weg zur Stadt ein, er erinnerte u ſich des Auftrags, den der Baron in Bezug ihm auf Madame Win⸗

u kel gegeben hatte. Das Bündniß, welches der Verwalter ihm vorgſchlagen hatte, gefiel ihm nicht, wenigſiens jetzt noch nicht, es lag nicht in ſeiner 1 ſ Abſicht, mit dieſem Manne den Gewinn zu theilen. Wenn Madame Florentine Winkel ihre Rolle mit Geſchick ſpielte, ſo bedurfte man der Hülfe des Verwalters nicht, der alte Mann wußte ja gar ichts, er konnte ja nicht eine in

tten weis für ſeine Vermuthungen vorb ringen.

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Unter ſolchen Verhältniſſen wäre ein Bündniß mit ihn Thor⸗ 3 1. heit geweſen! Johann dachte natürlich nicht daran, über Madame Winkel Erkundigungen einzuziehen, er ging gerades Weges in ihre Wohnung und die ehemalige Schauſpielerin empfing ihn in einer Weiſe, die ihn deutlich erkennen ließ, daß ſie ihn erwartet hatte.

ner Der Baſtard. 76