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cten, an einer andren Stele werdet Ihr die Fragen beantworten müſſen.“
„War der Majoratsherr mit dem alten Maler verſeindet 7* fragte Wortmann.
„Sie hatten ſich gegenſeitig die Wahrheit geſagt.“
„Hin— das wäre der dritte,“ brunmte der Verwalter, aber ſo leiſe er es auch ſagte, der Reitknecht hatte die Worte ver⸗ nommen.
„Was wollt Ihr damit ſagen? juhr der letztere auf.„Sprecht Ibr wieder einen Verdacht aus? Hüret Euch, alter Mann, der Baron läßt nicht mit ſich ſpaſſen.“
Feſt und ruhig blickte Wortmann ihn an.
„Meine Gedanken habe ich für mich und Niemand kann ſie mir verbielen,“ ſagte er.
„Aber Ihr dürft ſie nicht ausſprechen!“
„Das iſt die alte Lehre von den Großen und den Kleinen nahm Hellmuth das Wort, und ein ironiſcher Zag glitt dabei über ſein Antlitz.„Die Großen dürfen Vieles, was den Kleinen nicht erlaubt iſt. Aber jedes Ding hat ſeine Grenze, und—“
„Was kümmert das Alle⸗ mich?“ fiel der Reitlnecht an den dieſe Worte gerichtet waren, ihm in die Rede.„Ich hab' mit den Großen ſo wenig zu ſchaffen, wie mit den Kleinen!“„
„Ihr haltet mit den Großen,“ erwiderte der Verwalter, wäh⸗ rend er ſeine Pfeife wieder ſtopfte und dabei einen Blick durch das Fenſter warf,„aber es wird eine Zeit kommen, in der Ihr wünſcht, ſie nie gekannt zu haben. Mit den Großen kanu es plötzlich ein Ende nehmen, und dann iſt es ein Ende mit Schrecken.“
„Ich will das abwarten.“
„Und wenn Ihr bie Frage, ob der Baron geſtern ausgeritten ſei, nicht beantworten wollt, ſo leiſtet Ihr dadurch Eurem Herrn keinen großen Dienſt, deun ich kann bezeugen, daß er geſtern Nachmittag in der Stadt geweſen iſt.“
„Du haſt ihn dort geſehen?“ fragte Hellmuth raſch.
„Jawohl.“
Habt Ihr auch mich geſehen?“ fragte Johann ſpöttiſch.
„Nein, Ihr wart hier, wenigſtens traf ich Euch bei meiner Heimkehr hier, und der Bar kehrte erſt ſpäter zurück.“


