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Der Reitknecht ſah ihn feſt an.
„Ihr kanntet den Hofmeiſter? fragte er.
„Ja, allerdings.“
„Hot Hurter Euch nie etwas verrathen?“
„Nie, er war zu ſehr auf ſein eignes Intereſſe bedacht. Und was hätte er mir auch verrathen können? Er wußte ſelbſt nichts.“
„Dann würde der Baron ihn nicht gefürchtet haben.“
„Und wozu hat dieſe Furcht geführt?“ fragte der Verwalter lauernd. Ihr wißt es, aber Ihr wollt es nicht ſagen. Sorgt nur, daß Ihr nicht der Mitſchuld verdächtigt werdet, wann die Sache reif geworden iſt, wird man kurzen Prozeß machen und Jeden zur Verantwortung zieben, der ihm in irgend einer Weiſe beigeſtanden hat. Seht Euch vor, Johann, der Boden wankt unter Euren Füßen, und Ihr könnt nicht wiſſen, wenn er ein⸗ ſtürzt. Wollt Ihr meinen Rath annehmen, ſo will ich ihn Euch gerne geben, vorausgeſetzt, daß wir theilen, was dabei heraus⸗ kommt“
„Wenn ich Euren Rath nöthig habe, werde ich zu Euch kommen“
„Ich fürchte, Ihr kommt wenn es zu ſpät iſt.“
„Ich fürchte, Ihr werdet bald nicht mehr in der Lage ſein, mir einen Rath geben zu können, der Majoratsherr ſchont Euch wahr aftig nicht, wenn—“
„Was der Majoratsherr thun wird, erwarte ich in aller Ruhe,“ unterbrach der Verwalter ihn,„ſeine Drohungen fürchte ich nicht.“
Er hatte ſeine Wanderung wieder aufgenommen, und immer dichter wurden die Rauchwolken, die ihn umgaben.
„Er benutzt Euch jetzt noch,“ fuhr er fort,„aber ſobald er Euch entbehren kann, wird er Euch einen Fußtritt geben.“
„Wenn er einen andern Reitknecht findet, der ihm beſſer ge⸗ fällt—“
„Das iſt es nicht, Ihr ſeid weniger ſein Reitknecht, als ſein Gedächtniß. Was er nicht weiß, das müßt Ihr für ihn wiſſen, damit er nicht aus der Rolle fällt.“
e„Dann begreife ich nicht, wie er die Rolle hat ſpielen können he ich bei ihn war. Eure Vermuthungen gehen zu weit und
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