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Der Verwalter warf ihn verſtohlen einen wüthenden Blick zu. „Hütet Eure Zunge,“ ſagte er warnend.
„Bah, was mein Herr ſagt, werde ich wohl wiederholen dürfen! Unterſchlagung kann auch ſpäter noch bewieſen werden, und ſolche Beweiſe ſind beſſere Waffen—“
„Beweiſe?“ unterbrach der Verwalter ihn drohend.„Wo ſind ſie? Man ſoll ſie mir vorlegen, wenn man ſie wirklich hat. Hat man ſie aber nicht dann darf man auch keine Vermu⸗ thungen ausſprechen!“
„Und ich bleib dabei, er iſt es nicht!“ ſagte die alte Urſula, das Haupt erhebend.„Gebt Acht, es kann noch eine Weile dau⸗ ern, uber an den Tag wird es kommen, daß er ein Betrüger iſt. Und dann wird man uns feigen, weshalb wir es nicht eher ge⸗ agt haben, dann wird Jeder ſagen, er habe es längſt gewußt.“
„Ihr auch“ fügte der Verwalter hinzu, indem er den Reit⸗ knecht feſt anhlicte.„Wenn Ihr Muth hättet— aber Ihr habt keinen, Ihr verrathet Eure Freunde und dient Denen, die Euch verderben.“
Wieder zuckte Johann die Achſeln, und abermals glitt ein verächtlicher Zug über ſein Grſicht.
„Ihr werdet das ſpäter einſehen,“ fuhr Wortmann fot, und vielleicht bereut Ihr dann, meinen Vorſchlag zurückgewieſen zu haben.“
„Wüßte nicht, daß Ihr mir einen gemacht hättet!“
„Iſt es auch nicht mit dürren Worten geſchehen, ſo hättet Ihr ihn doch in meinen Aeßerungen fiaden können Und Ihr thätet gut, jetzt noch ein Bündniß mit mir zu ſchließen.“
„Damit Ihr die Möglichkeit erhaltet, das Fett von der Suppe zu ſchopfen?“ ſpottete Johann.
„Ich denke nicht daran.“
„Hi, was kräme dabei heraus?“
„Vielleicht viel, vielleicht auch gar nichts.“
„Das ſind Ausſichten, die mich nicht reizen können.“
„Ich kann Ihuen nichts Sicheres verſprechen, es kommt darauf an, wie die Sache angefangen wird, und wie ſie endet, aber Ihr werdet mir zugeben, daß ich der Mann wäre, die Ver⸗ mittlung beim Bruder des Majoratsherru zu übernehmen,“


