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deshalb werden ſie gefährlich für Euch. Man kann Manches glauben und vermuthen, aber man darf nicht Alles ſagen. Ich bin beauftragt, die Schlüſſel von Euch zu fordern—“
„Und wenn ich ſie aun nicht herausgebe?“
„Spaß! Sie ſind ja nicht Euer Eigenthum. Und geb Ihr ſie nicht gutwillig, ſo beſtärkt Ihr davurch deu Verdacht, der auf Euch ruht.“
„Man ſoll ihn mir beweiſen.“
„Hun die Beweiſe könnten raſcher, als Euch lieb iſt gefunben werden, deshalb ſagt mir nicht, der Boden wanke unter meinen Füßen, da Ihr doch ſelbſt nicht ſicher ſteht.“
„Die Narbe!“ hrummte die alte Urſuls, aus ihrem Brüten erwachend.„Das iſt ber beſte und ſicherſte Beweis! Er muß ſie h ben, und wenn ſie nicht gefunden wird, dann iſt er es auch nicht. Ins Irrenhaus will er mich ſchicken? Ja, wenn er'⸗ könnte, thäte er's gewiß, aber er hat keine Macht über mich.“
Johunn warf ihr einen geringſchätzenden Blick zu und ſah dann eine Weile durch das Fenſter, um zu erferſchen, wie wei der Auszng gediehen war.
„Es wird Euch nichts nutzen, wenn Ihr die Herausgabe der Schlüſſel verweigert,“ ſagte er,„der Majoratsherr läßt die
Schlö ſer aufbrechen—“
„Da ſind ſie!“ erwiderte Wortmann, inbem er ein ſchweres Schlüſſelbund auf den Tiſch warf.
„Habt Ihr außerdem noch einen Auftrag?“
„Und meinen Vorſchlag wolt Ihr auch nicht annehmen?“
„Heute noch niche.“
„Später?“
„Vielleicht!“
„Ihr geht gerne ſicher,“ ſpottete der Vetwalter,„Ihr ſeid auch einer von den Klugen, die Andre die gebratenen Kaſtanien aus dem Feuer holen laſſen. Aber den Gefallen werde ich Euch nicht thun, macht Euch keine Hoffnung daraf. Entweder— oder! Wollt Ihr Euch mit mir verbündet, ſo muß es ganz und ohne Hinterhalt geſchehen, im andern Falle verzichte ich darauf. Ihr müßt ſelbſt wiſſen, ob Jor ein ehrlicher Mann bleiben ader


