— 1190—
„Nein, nein, die Polizei würde dann raſch eine Fährte finden und ihm muß viel daran liegen, jede Spur zu verwiſchen. Dean das müſſen wir feſthalten, meine Herren, daß Arabella nicht frei willig ſich in das Verſteck g⸗flüchtet hat.“
„Gewiß nicht,“ erwiderte Ferdinand, der alten Dame einen
dankbaren Blick zuwerfend,„welche Verſprechunget ihr dieſer Mann auh gemacht haben mig, ſie wird ſie, davon bin ich üer⸗
zeugt, mit Entrüſtung zurückgewieſen haben.“ „A'ſo müſſen wir eine Intrigue ihrer Mutter vorausſetzen
fuhr Miß Cleveland fort,„ſie hat Arabella gez vungen, ihrem
Willen zu gehorchen, uad wer weiß, welche Lügen dabei al Mittel zum Zweck dienen mußten.“
„Beſitzt Lord Stanhope außer ſeinem Palais noch andere Be⸗
ſitungen?“ fragte Heller. „Jedenfalls, aber mit Sicherheit kann ich es nicht ſagen.“ „Würden Sie die Güle haben, ſich dan⸗ch zu erkund⸗ „Gewiß, wenn Sie es wünſchen.“ „Ich hege die Vermuthung daß der Lord die Damen au eine dieſer Beſitzungen gebracht hat, ſagte der Polizeirath,„ℳi
jedem Falle wäre es zweckentſprechend, an den betreffenden Oiten
Beobachtungen anzuſtellen.
„Ich werde mich ſogleich erkundigen,“ erwiderte Miß Cleve⸗ 3 land lebhaft,„und wenn die Herren heute Abend mir wieder
dir Ehre ſchenken wollen, ſo hoffe ich, Ihre Fragen beantworten zu konnen. Gibt es kein Mittel, den Diener des Lords zu einem Geſtandniß zu zwingen?“
„Nein,“ ſagte der Polizeirath;„ein Fwung wäre nur dann berechtigt, wenn Beweiſe vorlägen. Indeß hoffe ich, auf einem
andern Wege etwas zu erreichen.“ Ferdinand blickte ihn erwartungsvoll an, Heller ſtrich m der Hand über die Stirne und nickte gedankenvoll.
„Ich kann nicht glauben, daß S gnora Grimaldi auf das Geh verzichten wird, welches ihr bei dem Bankhauſe ang gewieſen iſt, fuhr er fort,„es ſoll ihr ausgezahlt werden, wenn ſie pe ſönli
erſcheint und ſie kann in dieſer Bedingung nichts Verdächtiges finden. Sle wird hingehen und das Geld holen—“
„Und ihre Abreſſe dem Kaſſirer nicht nennen, ſiel Fa.
vi de ve
da
gri e


