Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Alles gut, aber

Aber wir werden das Spiel gewinnen, wenn wir nur erſt

in Schottland ſind. Heute Abend muß das Pülverchen in den Thee geſchüttet werden.

Es iſt doch nicht gefährlich?

Denkſt Du, der Lord werde eine Leiche nach Schottland bringen wollen?

Und wie lange dauert der Schlaf?

Das weiß ich nicht, jedenfalls aber ſo lange, daß wir ſchon eine tüchtige Strecke hinter uns haben, wenn ſie aufwacht. Und dann kann ſie ſchreien, wie es ihr beliebt, der Kutſcher wird keine Notiz davon nehmen, und ich denke, ſie wird auch darauf hören, was wir ihr zu ſagen haben.

Die Alte ſchüttelte noch immer das Haupt, aber die ruhige Zuverſicht ihres Sohnes half auch ihr über die auſſteigenden Bedenken hinweg und die letzten Zweifel wurden dadurch beſei⸗ tigt, daß ſie ſelbſt keinen andern Ausweg fand, auf dem ſie den drohenden Gefahren begegnen konnte.

Zu derſelben Stunde, in der Sam mis ſeiner Mutter dieſe Unte rredung hatte, erwartete der Polizeirath Heller ihn an dem Gartenhauſe des Lords.

Er hegte die zuverſichtlichſte Hoffnung, daß Sam ſich ein⸗ finden werde, und er ſtützte dieſe Hoffnung auf die Habſucht des Burſchen, aber er ſollte in dieſer Hoffnung ſich getäuſcht ſehen.

Sam kam nicht, und als die Stunde faſt verſtrichen war, ſtand plötzlich der Portier des Lords vor dem ungeduldig Harrenden.

Weshalb treiben Sie ſich hier herum? fragte der Portier in barſchem Tone.Sagen Sie nicht, es wäre weiter kein Zweck dabei, Niemand thut etwas ohne Zweck, und in dieſer einſamen Gaſſe gibt es auch nichts merkwürdiges zu ſehen.

Ich gehe hier ſpazieren, erwiderte Heller ruhig,und Niemand kann mir verwehren, daß ich zu meinen Spaziergängen einſame Straßen ſuche.

Dann ſuchen Sie dieſe Straßen, wo Sie wollen, aber nicht hier!

Iſt dieſe Gaſſe vielleicht Privateigenthum?

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