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„Es iſt beſſer, daß wir es nicht thun, wir brauchen uns ja nicht zu übereilen. Wer mit der Eiſenbahn flüchtet, hinterläßt immer eine Spur, die ihn verderben kann, die Londoner Polizei ſucht ſehr ſcharf, ſie weiß, was—“
„Und werden wir in Schottland den Lord antreffen?“
„Wahrſcheinlich,“ nickte Sam.„Er wird dort ſein und Ara⸗ bella—“
„Er will ſie ſofort heirathen?“
„Lieber heute als morgen.“
Die alte Frau wiegte bedenklich das graue Haupt, ſie ſchien das nicht begreifen zu können, die Eile des Lords weckte ihr Mißtrauen.
„So raſch geht das nicht,“ ſagte ſie.
„Was ein Lord will, das kann er auch,“ erwiderte Sam.
„Aber es muß doch ein Aufgebot vorhergehen!“
„Unſinn! In Schottland iſt das nicht nöthig“
„Und wenn nun Arabella nicht will?“
„Das wird ſich finden. Laß' uns nur erſt in Schottland ſein. Wo iſt das Wädchen?“
„In ihrem Zimmer.“
„Gut! Zum Fenſter wird ſie nicht herausſpringen und durch die Thür kann ſie nicht, alſo ſind wir ihrer ſicher. Sie wird ſich ſchon hineinfinden. Wenn Jemand gegen eine Mauer rennen will und er einſieht, das es vergebliche Mühe iſt, dann läßt er es bleiben. Und wenn ſie um Hülfe ruft, ſo wird ſie hier keine finden. Mylords Dienſtboten ſind das gewohnt, ſie ſtehen alle⸗ mal auf der Seite ihres Herrn.“
„Sie ſind das gewohnt?“ fragte die Alte mechaniſch.
„Ja, ſie ſind's gewohnt, hier haben ſchon oft Damen ge⸗ wohnt—“
„Die um Hülfe riefen?“
„Die eigenſinnig waren.“
„Und was geſchah mit ihnen?“
„Bah, mit Gold und Diamanten kann man jedes Weib zahm machen.“
„Arabella nicht!“
„Wir werden ſehen. Der Titel Lady klingt auch nicht ſchlecht.“


