„Eingeſchloſſen.“
„War das nöthig?“
„Ich hielt es für beſſer. Wenn man den Trotz nicht beugen kann, muß man ihn brechen.“
„Richtig!“ nickte Sam.„Hat's Lärm gegeben?“
„Noch nicht.“
„Dann ſorge, daß es auch keinen gibt, es wäre zu unange⸗ nehm für Mylord. Und den guten Rath gebe ich Dir, laß' den Wagen nicht leer abfahren—“
„Ich frage Dich noch einmal, will er uns zwingen?“
„Zwingen? Bewahre, Du haſt Deinen freien Willen. Aber nimm die Sache, wie ſie iſt, Mutter und ſei vernünftig. Mylord bietet der ganzen Polizei Trotz, um Dich zu ſchützen, und für ihn könnte das übel ablaufen, wenn es heraus käme.. Es liegt alſo in ſeinem eigenen Intereſſe, wenn er darauf dringt, daß Ihr nach Schottland reiſen ſollt, dort ſucht Euch Niemand während man hier Euch ſehr bald finden wird. Und wenn er für dieſen Schutz einen Lohn verlangt, ſo kann man ihm das auch nicht übel nehmen, umſonſt iſt der Tod—“
„Er hat verſprochen, Arabella zu heirathen,“ fiel die Alte ihm in's Wort.
„Was er verſprochen hat, das hält er.“
„Du glaubſt wirklich, daß er es thun wird?“
„Und weshalb ſollte er es nicht? Er iſt in Arabella ſterblich verliebt, und ich de ke, es iſt ſchon oft vorgekommen, daß eine Sängerin oder Schauſpielerin einen vornehmen Herrn geheira⸗ thet hat.“
„Ja, aber wenn Arabella—“
„Unſinn, Mutter, man darf nicht zu ängſtlich ſein, man muß das Glück faſſen und feſthalten, wo man es findet. Was könnte denn Arabella gegen dieſe Heirath einwenden? Von dem Manne, der aus Deutſchland ihr gefolgt in, will ſie nichts wiſſen, und
eine beſſere Parthie kann ſie niemals machen.“
„Sie hat einen harten Kopf,“ ſagte die Alte, finſter vor ſich
hinſtarrend.
„Man muß ihn beugen.“ „Sie wollte heute ſchon mich verlaſſen und nach London zu⸗
rückkehren.“
———
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