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„Und wenn dies der Fall wäre?“
„Dann fürchte ich, daß Sie ſich getäuſcht ſehen würden.“
„Wohlan, Signora, ſprechen wir ganz offen! Was würde der Erfüllung dieſes Wunſches entgegenſtehen?“
„Die Anſchauungen Arabella's.“
„Sie kann keine Abneigung gegen mich hegen, da ich noch nicht das Vergnügen hatte, ihr vorgeſtellt zu werden.“
„Dieſe Abneigung wird erwachen, ſobald Arabella von Ihren Wünſchen Kenntniß erhält,“ erwiderte die alte Frau.
„Und dürfte ich in dieſem Falle auf Ihre Unterſtützung rechnen?“
„Nein, Mylord.“
„In keinem Falle?“ fragte der Lorb lächelnd.
„Nur in einem Falle,“ antwortete Signora Grimaldi, ihn feſt anſchauend.„Meine Lochter iſt würdig, die Gattin eines hochge⸗ ſtellten Herrn zu werden—“
„Ich verſtehe! Alſo in dieſem Falle würden Sie mir beiſtehen, alle Bedenken Arabella's zu beſeitigen?“—
„Ich würde Alles aufbieten, Ihrem Wunſche Erfüllung zu verſchaffen.“
„So wären wir über dieſen Punkt einig.“
„Vorausgeſetzt, daß Eure Herrlichkeit die ernſte Abſicht he⸗
gen, Arabella zum Altar zu führen.“
„Das kann in Schottland ſo gut, wie hier geſchehen.“
„Gewiß,“ nickte die Alte,„wo es auch geſchehen mag, eine kirchliche Trauung iſt in aller Welt und vor jedem Geſetz gültig.“
„Und glauben Sie, daß es beſſer wäre, wenn ich erſt in dem neuen Aſyl mich der jungen Dame näherte?“
„Ja, das glaube ich Mylord.“
„Vielleicht wird es mit Schwierigkeiten verknüpſt ſein, Ara⸗ bella zu dieſer Reiſe zu überreden?“ forſchte der Lord, während er mit den ariſtokratiſchen Händen durch ſeinen Bart ſtrich.
„Ich kann Ihnen darauſ keine Antwort geben. Aufrichtig geſagt, hat Arabella vorhin den Entſchluß geäußert, dieſe Villa verlaſſen und nach London zurückkehren zu wollen. Sie hat dort eine Freundin, mit ber ſie am Genſer See bekannt wurde,— Miß Cleveland, wenn Sie die Dame kennen.“


