Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
Einzelbild herunterladen

thuſt Du

tigen. inb o kind einer die Mie , gegen

Du nirſt abe. lick ernſt

wollteſt ir Ales ürde Dir ſorgen, ndet ſein rde das

Alten. d wenn

ich Geheimniſſe habe, ſo kümmern ſie Dich nicht. Höre auf meinen Rath und meine Befehle, das iſt das Beſte, was Du thun kannſt.

Du haſt mir nichts weiter zu ſagen?

Nein.

Dann iſt es nicht meine Schuld, wenn auf Dich die Folgen zurückfallen, erwiderte Arabella, die bereits an der Thüre ſtand. Ich kann und darf Dir nicht gehorchen, wenn Du mir etwas befiehlſt, was meiner Ehre zu nahe tritt und meine Exiſtenz zu vernichten droht, ich muß die Pflichten, die mir obliegen erfüllen. Du haſt mich zur rechten Zeit an Miß Eleveland erinnert, ich werde mich unter ihren Schutz ſtellen.

Sie giag hinaus, Signora Grimaldi erhob ſich von ihrem Sitz und horchte mit verhaltenem Athem, und ein Lächeln der Be⸗ friedigung glitt über ihr welkes Geſicht, als ſie vernahm, daß Arabella in ihr Zimmer trat.

Dieſes Ziumer hatte nur einen Ausgang auf den Korridor, die alte Frau ſchlich ſich geräuſchlos hinaus und ſchloß die Thüre jenes Zimmers von außen.

Arabella war eing Gefangene, die Alte hatte den Schlüſſel abgezogen und in ihre Taſche geſteckt.

Jetz geh' und verrathe deine Mutter! brummte ſie.Ich werde dich ſorgfältig bewachen und Dir den ſchwarzen Undank unmöglich machen.

Sie kehrte in das Wohnzimmer zurück und blieb hier lange in Sinnen verſunken.

Die Gefahr war dadurch daß auch Arabella ſich gegen ſie auf⸗ gelehnt hatte, gewachſen, ſte durfte dem entſchloſſenen energiſchen Mädchen, ſobald es ſeine Freiheit wieder genommen hatte, Alles zutrauen.

Wie ſollte und konnte ſie dem vorbeugen?

War es beſſer, wenn ſie die Wahrheit ſagte und ihr Geſchick vertrauensvoll in bie Hände Arabella's legte?

Nimmermehr! Sie durſte nicht erwarten, daß man ihr ver⸗ zeihen würde, es war unzweifelhaft, daß die Eltern Arabella's für all den Gram und die Sorgen, die ihnen bereitet worden waren, Vergeltung fordern würden.

Wie konnte ſie auf Gnade und Schonung hoffen, da ſieſelbſt ſo hart und grauſam geweſen war? 74*