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„Bah, wir kennen das beſſer! Weshalb hat der Lord die ſchöne Sängecin unter ſein Dach aufgenommen?“
„Weil ſie keine Wohnung hatte“
„Und durch wen erfuhr er, daß ſie keine hattes“
„Durch mich!“
„Ach, Ihr ſeid ein prächtiger Kerl,“ ſagte Heller mit leiſem Spott.„Ihr ſorgt für das Vergnügen Eures Herrn in einer Weiſe, die alle Anerkennung verdient. Ihr wart natürlich beauf⸗ tragt, den Damen nachzuforſchen?“
„Bewahre!“
„So hättet Ihr es aus eignem Antriebe gethan?“
„Natürlich. Was man aus freien Stücken thut, hat jeden⸗ falls mehr werth als das, was man zu thun gezwungen wird.“
„Das iſt richtig. Und die Damen nahmen den Vorſchlag des Lords ſofort an? Es gibt ja Logirhäuſer genug in London.“
„Weshalb ſollten ſie's nicht annehmen?“
„Weil es kein gutes Licht auf die Tugend einer jungen Dame wirſt, wenn—“—
„Verzeiht, die Sängerin hat gar nicht gewußt, wo ſie wohnte.“
„Und ſie weiß es auch jetzt noch nicht?“
„Nein.“
Wieder lächelte der Polizeirath, aber es war jetzt mehr ein Lächeln der Befriedigung als des Unglaubens.
„Das lügt Andern vor,“ ſagte er.„Sollie ſie ſich nicht er⸗ kundigt haben, unter welchem Dache ſie wohnt? Sollte ſie nicht damit einverſtanden ſein, daß ſie krank gemeldet worden iſt? Wäre es wirklich nicht der Fall, dann möchte ich Euch warnen, Eure Hände nicht in ſolche ſchmutzige Angelegenheiten zu ſtecken, es könnte ein ſchlimmes Ende für Euch haben.“
„Für mich?“ fragte Sam betroffen.
„Jawohl. Ihr wißt wohl noch nicht aus Erfahrung, daß die großen Herren ihre Diener gerne als Sündenböcke benutzen. Und der Richter nimmt mit einem ſolchen Sündenbock vorlieb und beſtraft ihn nach der ganzen Strenge des Geſetzes.“
„Iſt Cuch das ſchon paſſirt?“
„Ich ſpreche aus Erſahrung“
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