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— 1161—
„Dann möchte ich nicht Kammerdiener einer Königlichen Hoheit ſein.“
„Und ich will Euch noch mehr ſagen, aber Ihr thut wohl, darüber zu ſchweigen und Euch danach zu richten, ehe es zu ſpät iſt. Wenn die Signora nicht morgen wieder geneſen iſt, ſo wird man den Lord für die Krankheit verantwortlich machen und es könnten dabei Dinge zur Sprache kommen—“
„Wollt Ihr mir drohen?“
„Ich Euch? Daran denke ich nicht. Sorge Jeder für ſich ſelbſt. Ich gebe Euch nur einen freundſchaftlichen Rath, und dafür könnt Ihr mir dankbar ſein.“
„Sehr verbunden, wirklich!“
„Spottet nicht darüber,— wie heißt Ihr?“
„Sam
„Sam nur?“
„Dieſer Name genügt. Und Ihr?“
„Robin.“
„Aber Ihr ſeid ein Deutſcher!“
„Was thut das? Sam iſt auch kein Name, Ihr werdet Sa⸗ muel heißen, wie ich Robert heiße, aber man ruft mich Robin.“
„Sehr gut, ein ſchöner Name!“
„Alſo beherzigt meine Warnung und erblickt darin nicht eine Drohung, an die ich gar nicht denke. Wenn Signora Gri⸗ maldi nicht wieder auftritt, dann—“
„Sie wird wieder auſtreten!“
„Wann?“
„Das weiß ich nicht.“
„Und glaubt Ihr, die Verehrer dieſer Dame, zu denen auch mein Herr zählt, werden ſich ſehr lange gedulden?“
„Sie werden ſich gedulden müſſen, bis die Signora ge⸗ neſen iſt.“
„Oder bis Lord Stanhope— na, guter Freund, es gibt Leute, die niemals in die Zukunft blicken und deshalb auch zu nichts kommen, dazu gehört Ihr auch.“
„Ich?“ ſpottete Sam.„Was Ihr ſagt!“
„Ihr könntet zum Beiſpiel jetzt für alle Zeiten auf den grünen Zweig kommen, den ſo viele Leute vergeblich ſuchen und niemals finden. Ihr brauchtet nur meinem Herrn einen guten


