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tiger, als die Adreſſatin ſofort nach Erhalt derſelben ihre Woh⸗ nung verlaſſen hat.“
Der Beamte nahm das Papier und ging damit in ein andres Bureau, aus dem er erſt nach längerer Zeit zurückkehrte.
„Ihrem BVerlangen ſoll Folge gegeben werden,“ ſagte er, „aber wir erwarten, daß Sie von unſeren Mittheilungen—“
„Seien Sie unbeſorgt,“ unterbrach Heller ihn,„ich bin ſelbſt Beamter und weiß alſo, wie weit ich gehen darf.“
Der Beante ſchlug jetzt ein andres Buch auf, blätterte eine Weile in demſelben und ſchrieb dann die Depeſche ab, die Sig⸗ nora Grimaldi am Tage zuvor empfangen hatte, dieſe Abſchrift händigte er dem Polizeirath ein, der nach einigen Worten des Dankes ſich entfernte.
Ferdinand hatte ihn mit fieberhafter Ungeduld erwartet, die Nachrichten die er jett empfing, beſtürzten ihn in hohem Grade.
„Jetzt läßt ſich ihre Flucht erklären,“ ſagte er,„und man darf nun wohl auch anuehmen, daß ſie London verlaſſen hat.“
„Nein, daß glaube ich nicht,“ erwiderte Heller.
„Was ſollen ſie hier noch? Auſtreten, darf Signora Arabella nicht mehr—“
„Und trotz alledem behaupte ich, doß ſie noch in L ndon iſt. Keine andre Stadt bietet ihr ſo ſehr wie dieſe die Möglis keit ſich zu verſtecken. Signora Arabella wird wahrſcheinlich nicht ein⸗ mal wiſſen, weshalb ſie die kaum bezogene Wohnung wieder ver⸗ laſſen mußte, das alte Weib hat zu irgend einer Lüge ſeine Zu⸗ flucht genommen, und wer von einem ſolchen Weibe abhängt, der muß ihm auch gehorchen.“
„Wo aber wollen Sie nun die Entflohenen ſuchen?“
„Dieſe Frage läßt ſich ſo raſch nicht beantworten,“ ſagte der Polzeirath,„es handelt ſich vor allen Dingen darum, Spuren aufzufuchen, die verfo gt werben können. Wir gehen jetzt zu Parker, Perkins und Compognie, um dort Erkundigungen ein⸗ zuziehen.“
Heller wandte ſich nach dieſen Worten an einen elegant ge⸗ kleideten Herrn, nm ihn nach der Wohnuug von Parker, Parkins und Compagnie zu fragen und nachdem er die genaue Adreſſe erhalten hatte, ſtieg er mit ſeinem Begleiter abermals in einen Omnibus der nach der bezeichneten Richtung fuhr.
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