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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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„Ich kann mir nicht anders denken, als daß ſie gewarnt wor⸗

den iſt.“ „Vor mir?“

„Nein, denn wie Sie vochin bemerkten, wäre auch dies kein

Grund zu einer plötzlichen und heimlichen Flucht. F

Sie iſt vor

mir gewarnt worden, nnd das kann nur durch den Telegraph ge⸗ ſchehen ſein. Ich hoffe, wir werden darüber Aufſchluß erhalten.“

Der Polizeirath zog ein Stadtplan aus der Taſche und rief einen vorbeifahrenden Omnibus an, in den er ſammt ſeinem Be⸗ gleiter ſtieg, nachdem er zuvor mit dem Kondukteur einige Worte

gewechſelt hatt.

Eine halbe Stunde ſpäter traten ſie in das Bureau des Te⸗

legraphenamts.

Der Polizeirath trat zu einem der Bemten mit der Frage, an wen er ſich wenden müſſe, um über die Ankunft einer De⸗

peſche Auskunft zu erhalten.

Man wies ihn mit zuvorkommender Höflichkeit zurecht und der betreffende Beamte erklärte, nachdem er ein großes Buch aufge⸗ ſchlagen hatte, am vaxigen Tage ſei eine Depeſche für Signora Grimaldi, die Mutter der berühmten Sängerin Arabella Gri⸗

maldi angekommen.

„Und wann wurde ſie expedirt?“ fragte der Rath „Erſt geſtern Abend,“ lautete die Antwort.„Der Bote konnte die Wohnung der Adreſſatin erſt nach längeren Nachforſchungen

finden.“

Alſo hat auch dieſe Depeſche die Veranlaſſung zu der plötz⸗

lichen Flucht gegeben; dachte Heller.

„Iſt es erlaubt, nach dem Inhalt der Depeſche zu fragen?“

„Wir dürfen ihn nicht verrathen.“ „Auch der Behörde nicht?“

„Nur dann, wenn es ſich um die Enthüllung und Verfol⸗

gung eines Verbrechers handelt.“

Der Polizeirath zog ſein Portefeuille aus der Taſche und öffnete es, er holte aus demſelben ein Papier, welches er dem

Beamten vorlegte.

„Ich bin in meiner amtlichen Eigenſchaft hier,“ ſagte er, „und es handelt ſich dabei in der That um die Verfolgung eines

Verbrechens, der Inhalt der Depeſche iſt für mich um ſo wich⸗