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und wenn eine ganze Familie am Hungertuche nagt, ſo—“
„Na, na, Sie blicken doch etwas zu ſchwarz,“ fiel Bertram ihm unwillig ins Wort,„ich werde ſchon vorwärts kommen! Man kann ja Alles, was man ernſtlich will.“
„Das iſt auch eine jener albernen Redensarten, mit denen die Jugend alle Schranken nied erzureißen glaubt,“ ſpottete Auerbach.„Man kann Alles, was man will? Jawohl, und ſchließlich ſteht man vor einem Steine, über den man nicht hinü⸗ berzukommen weiß. Die Bosheit der Menſchen wirft Einem gerne ſolche Steine vor die Füße!“
„So muß man ſie nicht beachten!“
„Sie haben kein Urtheil darüber. Und ich ſage noch einmal, wenn Ihr Oakel Ihnen nicht unter die Arme greift, gebe
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ich für ihre Zukunft keinen Heller.“
„Ich kann den alten Mann nicht zwingen—“ „Freilich nicht, aber Sie könnten einen morsliſchen Druck auf Sie könnten ihn öfter beſuchen und ſeine ſchwachen
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hat keine!“
„Dann wäre erein Ideal! Jeder Menſch hat Schwächen, und wenn man dieſe zu benutzen verſteht, kann man ihn lenken und leiten, wie man will. Aber wenn man Gottes Waſſer über Got⸗ tes Land laufen läßt, daun 5 man's auch nehmen, wie es
kommt. Ihnen wär ſſeres nſchen, als daß der alte Geizhals und kein Teſtament
hinterließ.“
„Enterben wird er mich nicht.“
„Ich glaube, wir haben geſtern Abend darüber I lang und breit geſprochen, Sie kennen meine Bebenken, die ſich auf triſtige Gründe ſtützen.“
Bertram nahm ſ nen
dem Arbeitstiſchchen
ſeiner Braut un blickte gedankenvoll auf die künſtlichen Blumen „Wie geſagt, zwingen ka ich ihn nicht“ erwiderte er,„und ich habe auch keine Luſt, fortwährend Grobheiten von ihm
ſagen zu laſſen. Er ſoll nicht glauben, daß ich nur ſeines Gel⸗ des wegen zu ihm komme—“„
„Was er glaubt, kann Ihnen ſehr gle gültig ſein!“
„Doch nicht ſo ganz! Er billigt meine Heirath nicht, das iſt


