Damit verließ er das Zimmer, und Auerbach ſah den Blick des ſchönen Mädchens mit ernſtem Vorwurf auf ſich gerichtet.
„Der gute Mann glaubt, ſeine Erobheit ſei genial,“ ſpottete er,„deshalb ärgert es ihn, wenn Andre noch grober ſind. Ich werde ſelbſt wiſſen, wie ich zu leben habe, in dieſem Punkte ſoll mir Niemand Vorſchriften machen.“
„Er meint es gut mit Ihnen,“ ſagte Laura ſchüchtern, wäh⸗ rend ihr Verlobter eine Kreidezeichung betrachtete, die an der Wand hing und den Raub der Sabinerinnen vorſtellte.„Und ich meine,
Sie müßten ſelbſt empfinden, daß dieſe unſolide Lebensweiſe Ih⸗ nen nicht gut bekommt.“
„Bah, man gewöhnt ſich auch daran!“
„Ich würde es nie können,“ Bertram.
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erb aenſher Menſcher, 4. iter Auerbach erbittert.„Sie ſtehen noch auf dem Standpunkte, auf welchem man Alles, was glänzt, für gediegenes Gold hält, das wird im Laufe der Zeit anders werden!“
„Sie müſſen ſehr viel Trübes und Bittres erfahren haben,“ ſagte Laura.
„Trübe Erfahrungen bleiben Niemanden erſpart, ſie laſſen ſich verſchmerzen und vergeſſen, wenn nur die Hetzjagd einmal ein Ende nimmt. Sprechen wir nicht darüber, ich bin nicht gerne daran erinnert, und es nutzt ja auch nichts, ob man ſich über die Schwefelbande ärgert, geſchehene Dinge werden dadurch nicht geändert und die Bande ſelbſt nicht gebeſſert.“
„Sie haben den Glauben an die Menſchheit verloren,“ warf Bertram ein.
„Und wer hot ihn mir geraubt? Sie werden ihn auch noch verlieren! Denken Sie nur an Ihren Oheim, den alten Geiz⸗ hals—“
„Ich verlange von ihm nichts.“
„Sie verlangen nichts? Sehr ſchön! Wovon wollen Sie denn leben? Auf Ihr jetziges Einkommen hin können Sie wahr⸗ haftig nicht heirathen, und wenn Ihnen nicht die Mittel geboten werden, ſelbſtſtändig zu werden, ſo bleiben Sie ein armer Schlucker. Die Liebe iſt gewiß recht ſchön, aber man wird nicht ſatt daran,
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