Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Sie gingen wir Jawohl. Und wann kehrten Sie wieder heim? Gegen zehn Uhr?

Wo waren Sie?

Im Theater.

Und als Sie heimkehrten, hörten Sie auch nichts?

Nein. Es war nebenan Alles ſtill, und ich begab mich auch

gleich zur Ruhe.

Sie hörten nicht, daß Jemand ſich entfernte, vernahmen ke 7 e

Stöhnen Nichts, gar nichts.

in

Und auch heute Morgen dachten Sie nicht daran, ſich nach

dem Befinden des Nachbars zu erkundigen?

Das iſt nie geſchehen, antwortete Madame Winkel.We

hätte heute Morgen mich dazu veranlaſſen ſollen? Wie waren ſeine Verhältniſſe?

Darüber habe ich nie Klarheit erhalten, er ſprach nicht da⸗

von, und ich mochte nicht fragen.

Ich verlange nur das Reſultat Ihrer eigenen Beobachtun

gen zu wiſſen. Wie lebte der Mann 3

Sehr einfach und beſcheiden, aber Sorgen ſchien er keine haben, oder ſich doch nicht zu machen, er war eben mit Allen frieden.

Beweiſe von Ge iſtesſtörung hat er Ihnen nicht gegeben?

Rie.

Er war auch nicht kränklich?

Er hat ſo viel ich mich erinnern kann, nie geklagt.

Beſaß er Verwandte?

glaube es nicht

Hat er nie von einem Feind geſprochen, den zu fürchten Grund habe?

Auch das nicht.

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zu⸗

er

Der Gerichtsrath ſchwieg, er wußte nicht, welche Frage er noch

an die Frau richten ſollte.

Haben Sie noch eine Frage zu ſtellen, Kollege? wandte 5

er ſich zu dem Staatsanwalt.

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