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Die Photographien zeigten mit geringen Ausnahmen ein und dieſelbe junge Damen in den verſchiedenſten Coſtümen, und da dieſe Dame eine frappante Aehnlichkeit mit Madame Winkel zeigte, ſo lag die Vermuthung, daß die letztere eine Schauſpielerin war, außerordentlich nahe.
Baron Udo empfand nun allerdings eine unbeſiegbare Abnei⸗ gung gegen Alles, was mit dem Theater in Verbindung ſtand, aber er hatte nun einmal die Einladung dieſer Schauſpielerin an⸗ genommen, es wäre unmöglich geweſen, ihr jetzt ſchroff entgegen zu treten, wozu ja auch keine Berechtigung vorlag.
Als ſie gleich darauf zurückkehrte, ſtellte er ſich ihr vor, er glaubte ihr dieſe Rückſicht, durch die er ſich nichts vergab, ſchul⸗ dig zu ſein, überdies war es möglich, daß Hurter mit dieſer Frau über ſeine Geheimniſſe geſprochen hatte.
Ein ſeltſamer Blick traf ihn aus den noch immer ſchönen, lebhaft blitzenden Augen der Schauſpiekerin, als er ſeinen Namen nannte, im nächſten Moment umzuckte ein geringſchätzendes Lächeln ihre Lippen.
„Sie hatten einen älteren Bruder,“ fagte ſie, nachdem ſie ihm gegenüber Platz genommen hatte,„Baron Edmund von Oſthofen, lebt er noch?“
„Er iſt vor einiger Zeit aus Amerika zurückgekehrt.“
„In der That?“ Ach ja, ich erinnere mich jetzt, er mußte da⸗ mals wegen eines Duells flüchten und war ſeitdem verſchollen. „Und jetzt iſt er zurückgekehrt?“ fuhr die Frau in lebhafterem Tone fort.„Wenn ich nicht irre, mußte er das Majorat erben, er war der Aeltere!“
Ihr Blick ruhte mit fieberhafter Erwartung auf ihm, und Ba⸗ ron Udo, ſo unbequem ihm auch die Fragen waren, fand keine Urſache, die Wahrheit zu verſchweigen.
„Er hat nach ſeiner Heimkehr das Majorat übernommen,“ ſagte er,„während ſeiner Abweſenheit wurde es in ſeinem Intereſſe verwaltet.“
„Davon wußte ich noch nichts.“
„Sollte man in den Theaterkreiſen nicht darüber geſprochen haben?“ fragte der Baron ironiſch mit einem bedeutungsvollen Blick auf die Lorbeerkränze.
„Ich betrete die Bretter nicht mehr, Herr Baron.“
Flitte
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und
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