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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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b.

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öffnete, aber im nächſten Augenblick prallte er mit einem leiſen Schreckensruf zurück.

In der Mitte des Zimmers lag die Leiche des Hofmeiſters

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lang ausgeſtreckt, eine noch halbgefüllte Weinflaſche und zwei leer Gläſer ſtanden neben der erloſchenen Lampe auf dem Tiſch.

Wir müſſen die Polizei und den Arzt holen, ſagte Mada⸗ me Winkel entſetzt,der alte Mann ſcheint einen Schlaganfall bekommen zu haben.

Finen Schlaganfall? wiederholte der Baron, deſſen Blick ſtarr auf der Leiche ruhte,kann ſein, aber Sie haben Recht, es muß konſtatirt werden!

Darf ich Sie bitten, ſo lange in mein Zimmer zu treten?

Ich nehme Ihre freundliche Einladung an, mir liegt viel daran Gewißheit zu erhalten.

Baron Udo folgte bei den letzten Worten der Frau Winkel in ein helles, freundliches Zimmer, deſſen Ausſtattung ebenfalls

auf früheren Wohlſtand ſchließen ließ.

Ich bitte Sie, mich einen Augenblick zu entſchuldigen, ſagte ſie,ich werde ſofort einen Boten zum Polizeikommiſſar unſres Reviers ſchicken.

Der Baron nickte, er fand jetzt Muße, daß Zimmer näher in Augenſchein zu nehmen.

Die Möbel waren von Mahagoniholz verfertigt, die Stühle und der Divan trugen Ueberzeüge von urſprünglich blauem, jetzt aber verblichenem Seidenzeug.

Ein alter Teppich bedeckte den Fußboden, die Gardinen zeig⸗ ten ſtellenweiſe große Riſſe und Löcher, waren aber ſo geſchickt drapirt, daß man die Schäden nur bei langer und genauer Be⸗ ſichtigung hemerkte.

Hinter der Glasthür eines Schrankes paradirten ein halbes Dutzend hohe Champagnergläſer, einige vergoldete Porzellantaſſen verſchiedene zierliche Nippfiguren, ein hoher Glaspokal, eine Reihe elegant gebundener Bücher und verſchiedene andere Dinge, deren Zweck der Baron nicht ermitteln konnte.

Die Wände waren geſchmückt mit zahlloſen Photographien und zwiſchen dieſen hingen einige welke Lorbeerkränze mit weißen oder roſenfarbenen Bandſchleifen.

Der Baſtard. 52