Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 3. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Die Arme auf der Bruſt gekreuzt blickte Baron Udo ſinnend auf die Straße hinunter, während ſeine Gattin abermals einen ungeduldigen Blick auf die Uhr warf.

Wir werden ja nun Gewißheit erhalten, brach er nach einer Pauſe das Schweigen,gedulden wir uns alſo! Bruno macht mir große Sorgen, ich fürchte jetzt auch, daß wir an ihm keine Freude erlehen.

Haſt Du Nachrichten von ihm erhalten?

Ja; er verlangt Geld.

In Paris iſt das Leben theuer, Udo!

Deshalb ſoll er das theure Pflaſter verlaſſen. Er darf nicht verlangen, daß ich ſeinetwegen mich in Schulden ſtürze, und er weiß doch auch, daß meine Verhältniſſe mir nicht mehr geſtatten, ihm ſo große Zuſchüſſe zu geben. Es iſt unangenehm genug, daß ich dieſe Cröffnungen machen muß, aber was hilfts, daß ich damit hinter dem Berge halte?

Wir können und dürfen unſere Hand nicht von ihm ab⸗ ziehen.

Gewiß nicht, aber er ſoll auch ſelbſt über ſeine Zukunft nach⸗ denken! Er hat nichts gelernt, das iſt theils ſeine, theils unſre Schuld, und er iſt zu alt geworden, um in die Armee einzu⸗ treten; er würde graue Haare haben, ehe er Hauptmann iſt.

Aber es muß Rath geſchafft werden! ſagte die Baronin be⸗ ſorgt.Haſt Du nicht damals zu ſehr auf ſeine Verbindung mit Klara vertraut?

Dieſes Vertrauen wäre nicht getäuſcht worden, wenn Bruno nicht die Achtung Klara's verſcherzt hätte, erwiderte Baron Udo ernſt. Sein Auftreten gegenüber dem Maler mußte das feinfühlende Mädchen empören, und ſein Duell in Vevey war auch nicht ge⸗ eignet, ihm die verlorene Achtung wieder zu geben.

Sollte er wirklich der Sängerin nachgereiſt ſein?

Ich weiß daß nicht, möglich iſt es, und dann wäre es ein Grund mehr zu ernſten Vorwürfen. Ich habe es nach dem Vor⸗ fall in dem Konzertſaal an ernſten Ermahnungen und Vorſtellun⸗ gen nicht fehlen laſſen, ich habe ihm den Abgrund gezeigt, an dem ſein Weg ſcharf vorbeiſtreifte, ſeine Sache war es, die Au⸗ gen offen zu halten und über meine Worte ernſt nachzudenken.

darau vnhif

war nehne

ſern nahm ihn.

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Verb