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„Gewiß nicht Udo,“ erwiderte die Baronin.„Ich würde dieſe letztere Möglichkeit eher gelten laſſen, wenn er eine beſtimmte Sum⸗ me gefordert hätte.“
„Hat er das nicht gethan?“
„Anfangs allerdings—“
„Er forderte ſogar Vorausbezahlung,“ ſagte der Baron,„eine Forderung, die Jeden mißtrauiſch machen mußte.“
„Er hat von dieſer Forberung Abſtand genommen uud ſich mit einer Jahrespenſion zufrieden erklärt, er muß ſich ja ſelbſt ſagen, daß er ſie verlieren wird, ſobald es ſich herausſtellt, daß er uns betrogen hat.“
„Ich weiß nicht, welches Document er von mir fordern wird,“ erwiderte der alte Herr, der am Fenſter ſtehen geblieben war,„ich ſoll die Penſion ihm ſicher ſtellen, es wäre möglich, daß er eine Schuldverſchreibung fordert. Du weißt ſelbſt, Adelaide, daß die Verpflichtung, jährlich tauſend Thaler zu zahlen, uns ſchwere Opfer auferlegt. Edmund hat ſich bereit erklärt, mir jährlich dreitauſend Thaler zu zahlen und mein Privatvermögen bringt allerdings auch eine kleine Revenue ein, aber ich muß auch für Bruno ſorgen und daueben ſind wir gezwungen, unſerm Stande gemäß aufzutreten.“
„Das Opfer iſt nicht zu groß
„Wenn wir durch dasſelbe unſer verlorenes Kind zurückerhal⸗ ten, gewiß nicht, und ich bringe es in dieſem Falle auch genne. Was aber dann, wenn Cäcilie in ihrer Erziehung, wie ich das faſt befürchte, ſo ſehr verwahrloſt iſt, daß wir—“
„Udo, ich bitte Dich dringen?, ſprich nicht immer dieſe Befürch⸗ tungen aus! In welchen Verhältniſſen wir auch Cäcklie wieder⸗ finden mögen, ſie iſt unſer Kind, und im ſchlimmſten Fallekönnen wir ihrer Erziehung immer noch nachhelfen. Sie iſt ja noch jung und es gibt eine Unzahl vorzüglicher Erziehungsanſtalten.“
Die Stirne des alten Herrn umdüſterte ſich mehr und mehr.
„Wir können darüber erſt dann beſtimmen, wenn Cäcitie ge⸗ funden iſt,“ antwortete er.„Ich werde ſofort abreiſen, um das Kind zu holen.“
„Und Du willſt mir wirklich nicht geſtatten, Dich zu begleiten?“
„Ich bitte Dich, auf dieſen Wunſch nicht zu beſtehen. Wozu die unnöthige Aufregung? Ich reiſe allein raſcher, und es kön⸗
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