Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 2. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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ſeloſt, daß die Aufgabe, die ſie übernehmen wollte, für ſies zu ſchwer war, daß ſie möglicherweiſe unter ihr erliegen konnte, aber ſie glaubte dennoch, den Verſuch machen zu müſſen, die Pflicht der Dankbarkeit gebot es ihr.

Ich weiß nicht, was wir thun ſollen, ſagte ſie rathlos.

Wir wollen darüber nachdenken. Dieſe Nacht wache ich bei ihm.

Du

Ja mein Schatz. Du haſt bis jetzt gearbeitet und bedarfſt der Ruhe

Nicht doch, Vertram

Und ich ſage ja!

Aber was werden die Leute ſagen, wenn Du die ganze Nacht hier im Hauſe worſt? Mein guter Name würde dadurch ge⸗ fährdet.

Wenn die Leute die Wahrheit erfahren, und es liegt ja kein Grund vor, ſie ihnen zu verſchweigen, dann werden ſie gewiß nicht daran denken, Dir oder mir einen Vorwurf zu machen und einen Makel auf Deinen Namen zu werfen, ſagte der junge Mann ernſt.Man kann und darf nicht immer ängſtlich an das Urtheil der Leute denken, das eigne Gewiſſen iſt der beſte Richter.

Er hatte ihre beiden Hände ergriffen und ſah ihr voll inniger Liebe in di⸗ treuherzigen Augen.

Ich weiß. Du wirſt meinem Wunſche Dich fügen, fuhr er fort,ſelbſt wenn Dein gutes, edles Herz nicht ganz damit ein⸗ verſtanden wäre. Du weißt ja doch auch, daß Du mir das Liebſte auf der Welt biſt und daß ich Dir nur zu Deinem Beſten rathe.

Gewiß, gewiß, Bertram, aber ich muß doch auch auf die Stimme meines Herzens Der alte Mann hat ſich meiner mit der Liebe eines Vaters angenommen, er hat uns Beiden eine große Summe geſchenkt, trotzdem er ſie für ſich ſelbſt beſſer hätte verwenden können, wir dürfen ihn nun nicht im Stich laſſen.

Aber das ſoll ja auch nicht geſchehen!

Ich könnte ja hier arbeiten

In dieſer Luft? In der verdorbenen Atmoſphäreeines Kran⸗ kenzimmers? Das wäre ein Frevel an Deiner Geſundheit, den D

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