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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 2. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Bertram Schwanenthal erinnerte ſich der Wohlthaten, die Auer⸗ bach ſeiner Braut erzeigt hatte, er erinnerte ſich der dankbaren Liebe, mit der Laura an dem väterlichen Freunde hing, ſie machte ihm gewiß Vorwürfe, wenn er ihn in's Spital bringen ließ.

Vielleicht war auch die Verwundung nicht ſo bedeutend, der furchtbare Schrecken hatte jedenfalls das meiſte zu der Ohnmacht beigetragen.

Bringen wir ihn in ſeine Wohnung, ſagte er nach einer kurzen Pauſe.

Wiſſen Sie denn, wo er wohnt? fragte einer der Wächter.

Es wird wohl nahebei ſein, brummte ein Andrer.

Es iſt nicht weit von hier, erwiderte Bertram, den dieſes Zaudern ärgerte.

Hat er dort auch vie nöthige Pflege?

Daſür werde ich ſorgen.

Na, dann vorwärts! befahl ein Wächter, und zwei von ihnen hoben den alten Mann behutſam auf, der auch jetzt noch nicht aus ſeiner Ohnmacht erwachte.

Den Schlüſſel zum Hauſe fund man in der Taſche Auerbachs. Bertram eilte haſtig die Treppe hinauf und pochte an der Thüre ſeiner Braut an.

Der Lichtſchimmer, der durch eine Spalte der Thüre drang, ließ ihn erkennen, daß ſeine Braut noch nicht zu Bett gegaugen war, er hatte das erwartet, Laura arbeitete in der Regel bis Mitternacht, trotzdem ihr Verlobter ſie oft gebeten hatte, ihre Ge⸗ ſundheit mehr zu ſchonen.

Was führt Dich noch ſo ſpät hieher? ſragte Laura erſchreckt, als ſie ihrem Bräutigam in das verſtörte Antlitz ſah.

Erſchrick nicht, bat der junge Mann,dem Maler iſt ein Unfall begegnet, Du wirſt ihm nun Deinen Dank abtragen müſſen.

Ein Unglück

Frage jetzt nicht lange, wo iſt ſein Zimmer?

Die zweite Thüre rechts.

Sei ſo gut und bringe Licht dorthin und ſorge, daß der alte Mann ſo gut wie möglich gebettet wird, ich werde unverzüglich

. einen Arzt holen.

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