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„Ich bitte Sie, ſchonen Sie mich,“ fiel Arabella ihr in die Rede. Weiß ich doch ſelbſt nicht, was ſo oft mich beunrnhigt, und was eigentlich mich bewogen hat, mich hierher zu flüchten. Berühren wir die Vergangenheit nicht, Miß Cleveland, leben wir der Gegenwart und hoffen wir auf eine ſonnige Zukunft.“
„Hegen Sie dieſe Hoffnung wirklich?“
„Wes alb ſollte ich nicht hoffen dürfen?“
„Weil eine unglückliche Liebe Ihnen den inneren Frieden
Arabella ſchwieg, ein trüber Schatten umwölkte ihre Stirne, aber ſie duldete es, daß Miß Cleveland ihre Hand ergriff.
„Sie tragen einen berühmten Namen, Signora,“ fuhr die Engländerin fort, und eine innige Theilnahme ſpiegelte ſich in dem Tone, den ſie anſchlug, kann Ihnen die Muſik nicht Er⸗ ſatz geben für die Blüthen, die das Schickſal Ihnen geraubt pat2.
Wenn Sie glauben, daß ich unglücklich ſei, ſo iſt das ein Irrthum, der wohl in meinem ſchweigſamen, zurückhaltenden Weſen ſeinen Grund findet,“ erwiderte Arabella, die ſchönen Augen aufſchlagend.“ Es iſt wahr, einſt zeigte mir das Geſchick ein ſchönes, Ziel, aber ich erkannte die Unmög⸗ lichkeit, dieſes Ziel zu erreichen und
t Signora, iſt dei nichts!“
„Miß Cleveland, ſollten nicht auch in Ihrem Vaoterlande die einzelnen Stände durch ſchroffe Vorurtheile getrennt ſein?“
„Gewiß.“
„Und glauben Sie, daß ein Kampf mit dieſen Vorurtheilen ſiegreich enden würde?“
„Die Antwort auf dieſe Frage hängt von den Verhältniſſen ab, unter denen der Kampf begonnen wird.“
„Sie weichen mir aus. Geſetzt, ein Sproſſe Ihrer ſtolzen Lords wolle die Tochter einer Bettlerin heirathen, würde er die
Genehmigung ſeiner Familie erhalten?“
Miß Cleveland wieste leicht das Haupt, ein verſtändniß⸗ inniges Lächeln umſpielte ihre 2
erſtehe Sie jeut,“ erwiderte ſie in ihrer ſanften, ruhi⸗


