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des Ruhmes auf der Stirne trüge, ſo würde ſie jedem Lord ebenbürtig ſein!“
„Und deunoch würde die Familie des Lords ſie in ihrem
Kreiſe nur dulden,“ ſagte Arabella ruhig.„Ich bitte Sie noch einmal, laſſen Sie uns davon abbrechen.“
„Sie wünſchen es, ſo möge es geſchehen.“
„Zürnen Sie mir?“
„Wie könnte ich Ihnen zürnen! Wer Sie ſieht, muß Sie lieben!“
„Sagen Sie das nicht,“ bat Arabella,„auch die Liebe kann für den Menſchen zu einem Fluch werden, der ſich an ſeine Ferſen heftt.“
Die Unterhaltung ſtockte, eben war das Dampfboot gelandet, die Blicke der beiden Damen ruhten auf den Paſſagieren, die über die Landungsbrücke kamen, gefolgt von einem Schwarm von Gepäckträgern, Hausknechten und Schiffern.
Jeden Tag kamen und fuhren Reiſende ab, die Ankunft eines Dampfbootes oder eines Bahnzuges bot immer dasſelbe gewohnte Schauſpiel, aber jedesmal wurden die Ankommenden von einer Menge Neugieriger empfangen, die eben nichts weiter, als ihre Neugier befriedigen wollten.
Unter den Reugierigen, die das Schiff empfingen, befand ſich ein junger ſchlanker Herr in eleganter Reiſe⸗Toilette, ein alter bekannter, Baron Bruno von Oſthofen.
Das goldene Lorgnon auf der Naſe, muſterte er die An⸗ kommenden, dann ſchritt er plötzlich auf einen Paſſagier zu, dem er mit ſichtbaren Zeichen der Ueberraſchung die Hand bot.
„Biſt Du's denn wirklich, Ferdinand?“ fragte er.
„Wie Du ſiehſt!“ erwiderte Ferdinand von Falkenberg, der die angenehme Ueberraſchung ſeines Freundes nicht zu theilen ſchien.
„Hätte ich doch eher an alles Andere, als an dieſe Begeg⸗ nung gedacht! Du haſt Urlaub genommen?“
„Urlaub und meinen Abſchied zugleich.“
„Deinen Abſchied?“ ſagte Bruno mit wachſendem Erſtaunen. „Was iſt denn vorgefallen?“
„Nichts,“ erwiderte Ferdinand von Falkenberg lakoniſch, während er den Blick voll Entzücken über das reizende Pano⸗
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