— 431—
ht het, — ihn ſcharf beobachtet, und ich ſage Euch, natürlich ganz unter Unter⸗ uns daß ich in ſeinem Geſicht nicht den Beweis eines Schuld⸗ tsherr bewußtſeins gefunden habe.“ hielt, Der Förſter ſchüttelte noch immer den Kopſ. „Die Frechheit, mit der er auftrat, ſpricht auch nicht für ihn,“ rſonen ſagte er. a den„Man kann darin Verſtocktheit finden, ich gebe auch das zu, ſe be aber ebenſogut kann man behaupten, es ſei die Wuth über die Verhaftung, die am Ende Jeder empfinden wird, dem ein großes Ver⸗ Unrecht geſchieht.“ us Ge⸗„Gut ich will das gelten laſſen,“ ſagte Leberecht, aus ſeinem Brüten emporfahrend,„ich will Eurer Anſicht über den Verhaf⸗ eß den teten beitreten, obſchon er durch und durch ein Lump iſt, dann aber frage ich Euch, wer iſt der Schuldige?“ ich hut Er hielt den forſchenden Blick feſt und voll fieberhafter Spannung auf den Verwalter geheftet, als ob er von ihm mit nih⸗ Sicherheit die Löſung eines ſchwierigen Problems erwarte. ld des Aber welche Vermuthungen Wortmann auch hegen mochte, er war zu ſchlau ſie offen auszuſprechen, ſo lange er für die Rich⸗ tigteit dieſer Vermuthungen keine Beweiſe vorlegen konnte. Jwonie„Habt Ihr keinen Verdacht?“ fragte er. danken,„Nein, gar keinen!“ 3 als er„Dann freilich kann ich auch keinen Verdacht äußern.“ 4 „Weshalb nicht?“ „Weil Ihr mir nicht glauben würdet.“. „Nur immer heraus mit der Sprache,“ ſagte der Förſter 1 ich!“ ungeduldig,„vor mir braucht Ihr nichts geheim zu halten, und o plöt⸗ es iſt ja eines Jeden Pflicht, den Schuldigen zu ermitteln und einmal Licht in die Sache zu bringen. Ich hab' wahrhaftig nichts für er dann den Lump übrig, der jetzt in's Gefängniß gebracht wird, im Ge⸗ uf ge gentheil, mir wär's recht, wenn er bis an ſein Lebensende im wurde Zuchthauſe blieb, aber wenn er ſchuldlos iſt, dann halte ich es 6 he lag. für meine Pflicht, ihn zu befreien.“ 5
und die„Und ich wiederhole, ſchuldlos iſt er.“ „Beweiſt es!“
„Ja, wenn ich das könnte!“
„Hm, Ihr hegt Vermuthungen, ſo ſprecht ſie doch aus!“—
ch hab


