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lungen, die der Ermordete drüben in Amerika mir gemacht hot, an den glühenden Haß, den er dem rothen Franz nachtrug.“
„Haß und Habſucht waren die Faktoren,“ nickte der Unter⸗ ſuchungsrichter, dann nahm er Abſchied, und der Majoratsherr gab ihm bis zum Portal des Schloſſes, wo der Wagen hielt, das Geleite.
Im Sommerhauſe bei der Leiche waren nur zwei Perſonen zurückgeblieben, Wortmonn und der alte Leberecht, und in den Mienen Beider konnte man leſen, daß ernſte Gedanken ſie be⸗ ſchäftigten.
„Was haltet Ihr von der Sache?“ brach endlich der Ver⸗ walter das Schweigen, während er die Bettdecke über das Ge⸗ ſicht des Todten breitete.
Der Förſter ſchüttelte da— ſilberweiße Haupt und ließ den Blick unſtät durch das Zimmer ſchweifen.
„Ich weiß es nicht,“ antwortete er, tief aufathmend, mich hat die Geſchichte im höchſten Grad verwirrt.“
Und ich,“ ſagte Wortmann mit gedämpfter Stimme, wäh⸗ rend er dem Förſter näher trat,„ich kann an die Schuld des rothen Franz nicht glauben.“
„Weshalb nicht?“ fragte Leberecht haſtig.„Gründe!“
„Ja, Gründe!“ wiederholte Wortmann mit leiſer Jronie. „Kann und muß man denn für Alles, ſelbſt für jeden Gedanken, Gründe angeben? Habt Ihr den Menſchen beobachtet, als er vor der Leiche ſtand?“
„Jawohl.“
„Und iſt Euch da ſein Entſetzen nicht aufgefallen?“
„Hm, ich meine, dieſes Entſetzen ſei doch ſehr begreiflich!“
„Ja freilich, wenn man nicht darauf vorbereitet iſt, ſo plötz⸗ lich vor eine Leiche geſtellt zu werden! Aber nehmen wir einmal an, der rothe Franz habe den Florian erſchoſſen, mußte er dann nicht in dem Augenblick, wo er verhaftet wurde, ſich darauf ge⸗ faßt machen, daß man ihm die Leiche zeigen würde? Nun wurde er hierher geführt, und er wußte ja, daß hier die Leiche lag. Alſo würde er in dieſem Falle kaltblütig geblieben ſein und die Miene eines Schuldloſen aufgeſetzt haben.“
„Na, das kann auch nicht Jeder!“
„Zugegeben, aber ein Burſche wie dieſer, kann's! Ich hab'


