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Recht? Weil ich dem Schuft geſtern die Wahrheit geſagt habe? Ich proteſtire dagegen! Ich bin ſo gut Staatsbürger, wie der Baron von Oſthofen—“
„Ihr habt hier gar nichts mehr zu ſagen,“ ſchnitt der Staats⸗ anwalt ihm das Wort ab,„das Weitere wird ſich finden, Bur⸗ ſchen Eurer Sorte haben wir ſchon viele zahm gemacht, bei Euch wird es uns wohl auch gelingen.“
Die Beamten führten den Vagabund hinaus, ſie mußten ihm die Hände feſſeln, und auch dann noch leiſtetete er Wider⸗ ſtand.
Das Protokoll wurde jetzt geſchloſſen, die Anweſenden unter— zeichneten es, und die Gerichtsherren rüſteten ſich zum Aufbruch.
Der Majoratsherr bot ihnen ein Glas Wein an, ſie lehnten dankend ab.
„Glauben Sie an die Schuld des Verhafteten?“ wandte Ba⸗ ron Edmund ſich zu dem Unterſuchungsrichter, als Alles be⸗ endet war.
„Unter allen Umſtänden,“ lautete die Antwort.
„Ich glaube, er wird bei ſeinem Leugnen beharren, auf mich hat er den Eindruck eines verſtockten Verbrechers gemacht.“
„Das wird ihm wenig oder gar nichts helfen, ich hoffe, wir finden unwiderlegbare Beweiſe für ſeine Schuld.“
„Und wenn ſie nicht gefunden werden, Herr Rath?“
„Dann kommt es allerdings auf die Anſicht der Geſchwore⸗ nen an,“ ſagte der Richter ruhig.„Aber es iſt ja möglich, daß wir dort, wo der Angeklagte übernachtet hat, oder in der Nähe jenes Ortes das Gold des Ermordeten finden, ich werde ſofort die nöthigen Nachforſchungen anſtellen laſſen.“
„Wäre dieſer Beweis überzeugend?“ fragte der Majoratsherr.
„Ganz gewiß!“
„Ich werde den Förſter beauftragen, ebenfalls nachzuſuchen.“
„Thun Sie das, Herr Baron, er tennt am beſten den Wald, er wird wahrſcheinlich auch wiſſen, wo dieſer Wilddieb ſein Nacht⸗ lager aufzuſchlagen pflegte.“
„Seien Sie verſichert, Herr Rath, daß ich Alles aufbieten werde, Sie in Ihren Nachforſchungen zu unterſtützen und die Schuld des Verhafteten zu ermitteln. Auch ich halte dieſen Burſchen für den Thäter, ich erinnere mich dabei an die Mitthei⸗


