Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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So war eine Stunde verſtrichen, als ein neuer Zeuge er⸗ ſchien, an den Niemand gedacht hatte, der Förſter Leberecht, der von dem Verbrechen Kenntniß erhalten hatte und ſich verpflichtet fühlte, das Seinige zur Entdeckung des Thäters beizutragen.

Viel war es freilich nicht, aber immerhin fiel es in die Wag⸗ ſchale.

Der alte Mann erſtattete Bericht über ſeine Begegnung mit dem Wilddieb und die Unterredung, die er bei dieſer Gelegenheit mit ihm gehabt hatte

Er erinnerte ſich noch jedes Wortes, alſo auch der Drohun⸗ gen, die der rothe Franz ausgeſtoßen hatte

Sie haben auch keine Waffe bei ihm geſehen? fragte der Unterſuchungsrichter, nachdem der Bericht in das Protokoll auf⸗ genommen war.

Nein, ich würde ſie, da er ſich im Walde befand, confiscirt haben.

Haben Sie nicht früher einmal eine Büchſe confiscirt, die er bei ſich führte?

Jawohl.

Und hat er ſeitdem eine andere Büchſe ſich verſchafft?

Ich weiß das nicht, aber jedenfalls war er im Beſitz einer ſolchen, denn ich glaube nicht zu irren, wenn ich annehme, daß er der Wilddieb geweſen iſt, der mir ſo manchen Aerger be⸗ reitet hat.

Könnte er die Büchſe nicht irgend verſteckt und auf dem Wege von der Schenke zum Park aus dem Verſteck geholt haben?

Möglich wäre das allerdings.

Noch eine Frage. Glauben Sie, daß dieſe Kugel aus der Büchſe dort abgefeuert worden iſt?

Der Förſter unterwarf beide Gegenſtände einer kurzen aber ſcharfen Prüfung.

Dieſe Frage bejahe ich ohne das geringſte Bedenken, er⸗ widerte er,die Kugel iſt unzweifelhaft aus dieſem Lauf heraus⸗ gekommen.

Zum Teufel, was will man denn von mir? rief in dieſem Augenblick eine rohe, heiſere Stimme, und der rothe Franz trat, gefolgt von dem Commiſſar, ein.

Ihr ſteht vor dem Richter und Ihr werdet wiſſen, daß Ihr

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