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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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Ich kann darüber nichts ſagen, erwiderte der Majorats⸗ herr,aber ich mache Sie darauf aufmerkſam, daß Bender ſehr lange in Kalifornien war und es ſehr wohl möglich iſt daß er ſich während dieſer Zeit eine Summe erworben hat.

Mir gegenüber leugnete er daswarf der Verwalter ein.

Baron Edmund warf ihm einen zürnenden Blick zu, wie wenn er andeuten wolle, daß es ihm nicht geſtattet ſei, eine Meinung ſeines Herrn zu bekämpfen.

Das läßt ſich ja auch erklären, fuhr er fort.Wenn Bender verrieth, daß er Geld mitgebracht hatte, ſo dürfte er hier auf eine Unterſtützung nicht rechnen, in ſeinem Intereſſe lag es, die Rolle eines mittelloſen Vagabunds zu ſpielen. Mir gegen⸗ über iſt ihm das gelungen. Und ebenſo iſt es pſychologiſch zu erklären, daß er im Wirthshauſe und vor den Augen eines ihm verhaßten Feindes mit ſeinem Golde prahlte, ich finde darin durchaus nichts, was mich befremden könnte.

Haben Sie aus dem Munde des rothen Franz eine Droh⸗ ung vernommen? fragte der Unterſuchungsrichter den Zeugen.

Allerdings. Er bezeichnete den Ermordeten als den Jagd⸗ hund und ſich ſelbſt als das zujagende Wild und äußerte dabei, es könne anders kommen, wie Bender glaube. Wenn ich nicht irre, ſagte er ſogar geradezu, er werde kein Bedenken tragen, ihn niederzuſchießen.

Das ſagte er geſtern Abend?

Jewohl.

Und wer verließ zuerſt das Haus?

Der rothe Franz.

Ging er viel früher fort?

Vielleicht eine halbe Stunde früher.

Und was that Bender nachher? Er ſoll bei der Heimkehr betrunken geweſen ſein.

Er trank ſehr haſtig, das mag den Rauſch befördert haben, denn er hat nicht mehr getrunken, wie ſonſt auch.

Beſaß der rothe Franz eine Waffe? Erinnern Sie ſich viel⸗ leicht, eine ſolche bei ihm geſehen zu haben? Vielleicht ein Piſtol

Eine Büchſe muß er beſitzen, aber geſtern Abend hatte er

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