„Jawohl.“
„Sie wiſſen das beſtimmt, Herr Bäron?“
„Ganz beſtimmt, Bender unterſuchte die Waffe in meiner Gegenwart.“
„Das ſtimmt mit meinem Urtheil überein,“ ſagte der Com⸗ miſſar, der Schuß kann erſt vor einigen Stunden abgefeuert wor⸗ den ſein, der naſſe Pulverſchleim beweiſt das.“
Der Arzt hatte die Kugel gefunden und herausgeholt, er legte ſie auf den Tiſch, Baron Udo nahm ſie auf und be⸗ trachtete ſie.
„Die Vermuthungen des Herrn Commiſſars ſind richtig,“ ſagte er,„es iſt eine meiner Kugeln, ſie muß aus dieſer Büchſe abgefeuert worden ſein.“
„Nehmen wir das Alles als richtig an,“ verſetzte der Unter⸗ ſuchungsrichter,„nehmen wir ferner an, der Ermordete ſei im Schlafe erſchoſſen worden, auf welchem Wege iſt der Mörder, ohne ſein Opfer zu wecken, hier eingedrungen?“
„Es kann nur durch die Thüre geſchehen ſein, da die Fenſter geſchloſſen ſind,“ erwiderte der Commiſſar.„Möglich wäre es allerdings auch, daß der Mörder den Weg durch ein Fenſter ge⸗ nommen und dieſes vor dem Verlaſſen des Locals wieder ge⸗ ſchloſſen hätte. Indeß läßt ſich dies nicht wohl annehmen, zu⸗ mal, wie ich bereits bemerkt habe, die Thür von innen nicht verriegelt werden kann. Es iſt zwar ein Riegel vorhanden, aber rſcheint lange nicht benutzt worden zu ſein, da er völlig ein⸗ geroſtet iſt.“
„Wann haben Sie zuletzt den Ermordeten geſehen, Herr Ba⸗ ron?„ wandte der Unterſuchungsrichter ſich zu dem Majorats herrn.
„Vorgeſtern, Herr Gerichtsrath.“
„Ich begegnete ihn geſtern Abend,“ nahm der Verwalter das Wort,„es war kurz vorher, ehe der Schuß fiel.“
„Sie haben den Schuß gehört?“
„Jawohl.“
„Wann war das?“
„Geſtern Abend zwiſchen elf und zwölf Uhr.“
„Und kurz vorher ſahen Sie den Ermordeten?“
„Wie ich bereits ſagte, und zwar hier im Park.“
nit
wo


