Druckschrift 
Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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So erreichten ſie das Sommerhaus, vor dem der Verwalter mit zwei Knechten die Wache hielt.

Der lauernde Blick des Verwalters heftete ſich forſchend, durchdringend auf den Majoratsherrn, der ihm durch einen Wink befahl, näher zu kommen.

Es iſt Alles ganz ſo geblieben, wie Sie es heute Morgen gefunden haben? fragte Baron Edmund in kühlem Tone.

Ganz genau ſo! nickte Wortmann.

Wann machten Sie die erſte Entbeckung? fragte der Unter⸗ ſuchungsrichter.

Vor brei Stunden etwa.

Sie waren allein in dieſem Pa illon?

Jowohl.

Und haben Sie ſich überzeugt, daß der Mann todt war?

So weit ich mich davon überzeugen konnte, ja.

Seitdem hat Niemand den Pavillon betreten 2

Niemand.

Sie haben in demſelben nichts angerührt?

Ich habe mich, als ich die Leiche entdeckte, ſofort zurück⸗ gezogen.

Der Staateanwalt öffnete die Thür, die Herren gingen hinein.

Auf dem Fußboden des halbdunkelen Raumes lag etwas Bett⸗ werk, ein Strohſack, einige Kiſſen, und eine Decke und auf der letzteren erblickte man die halb entkleidete Leiche Benders mit verzerrtem und blutüberſtrömtem Geſicht.

Ein Kampf zwiſchen dem Mörder und ſeinem Opfer hatte augenſcheinlich nicht ſtattgefunden, wenigſtens deuteten keine Spuren darauf hin.

Das Mobilar zeigte durchaus keine Unordnung, die Kerze auf dem Tiſch war ausgelöſcht, die Kleidungsſtücke, deren der Vagabund ſich entledigt hatte, lagen auf einem Stuhl, und in einer Ecke nahe der Thür ſtand eine doppelläufige Jagdbüchſe.

Der Arzt unterſuchte den Todten, indeß der Polizeicommiſſar mit ſeinen Nachforſchungen im Inneren des Raumes begann und der Actuar ſeine Vorbereitungen traf, das Protokoll aufzunehmen.

Der Schuß iſt aus der nächſten Nähe abgefeuert worden,

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