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Der Bastard oder eine Mutter aus dem Volk und der Mann von Adel. 1. Bd.
Entstehung
Düsseldorf [o.J.]
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der Majoratsherr fort,er war drüben ein Vagahund gewor den, und es konnte nicht ausbleiben, daß er hier zuerſt an mich⸗ dachte, des Di enſtes ſich erinnernd, den er mir geleiſtet hatte. Ich erklärte miſch bereit, für ſeine Exiſtenz zu ſorgen, und da ich augenblicklich keinen paſſ enden Poſten für ihn hatte, ſo wies ich ihm das Sommerhaus im Park als Nachtquartier an, außerdem gab ich ihm Geld, damit er ſeinen Unterhalt beſtreiten konnte. Ich hatte ihm die Stelle eines Unter förſters zugedacht, ich hielt ihn für den geeigneten Mann, den Wilddieben nachzuforſchen, zu denen auch der rothe Franz gehörte, wie dies mein Bruder be⸗ zeugen wird.

Der Staatsanwalt ſah den Baron Udo fragend an, der be⸗ jahend nickte.

Nun hat geſtern Abend, wie ich ſoeben vernehme, eine Zu⸗ ſammenkunft zwiſchen Bender und dem rothen Franz in der Schenke ſtattgefunden, nahm der Majoratsherr wieder das Wort, es ſoll dabei zu ernſten Drohungen gekommen ſein, das Nähere iſt mir allerdings unbekanut, aber der Wirth wird die Zeugen, die zugegen waren, namhaft machen können. Ebenſo will der Verwalter geſtern Abend im Park einen Schuß gehört haben, aber er hat merkwürdigerweiſe erſt heute Morgen näher nachge⸗ ſehen und bei dieſer Gelegenheit die Leiche gefunden.

Sie glauben alſo, fragte der Staatsanwalt,daß jener Wilddieb, der rothe Franz, der Thäter iſt?

Ich wiederhole, daß ich nicht gerne ein Vermuthung aus⸗ ſprechen möchte!

Dieſe Vermuthung liegt nach dem, was der Herr Baron uns mitgetheilt hat, ſehr nahe, bemerkte der Unterſuchungsrichter, und wenn der Gerichtsarzt inzwiſchen eingetroffen iſt, ſo bean⸗ trage ich, daß wir uns auf den Schauplatz der That begeben.

Das letzte Wort war noch nicht über ſeine Lippen, als Jo⸗ ſeph den Gerichtsarzt anmeldete, und die Herren brachen jetzt auf, um die Unterſuchung zu beginnen.

Unten vor dem Schloſſe warteten der Arzt, der Commiſſar und die Beamten, ſie ſchloſſen ſich an, der Majoratsherr nahm von ihnen keine Notiz, er unterhielt ein lebhaftes Geſpräch mit dem Unterſuchungsrichter, der noch verſchiedene Fragen über den wuthmaßlichen Thäter an ihn zu richten hatte.